Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat eine Berichterstattung der Financial Times zurückgewiesen, laut der die Bank ihre Pläne für den Verkauf ihrer russischen Tochtergesellschaft aufgrund politischer Entwicklungen zwischen Russland und den USA auf Eis gelegt habe.
Ein Sprecher der Raiffeisen-Landesbank Oberösterreich, Reinhard Schwendtbauer, wurde von der Nachrichtenagentur TASS am Freitag mit dieser Klarstellung zitiert. Er bestätigte, dass die Verkaufsabsichten weiterhin bestehen. Auf die Frage nach den möglichen Auswirkungen eines Friedensabkommens und der Aufhebung der Sanktionen gegen Russland antwortete Schwendtbauer wie folgt:
“Die Entscheidungen bezüglich der Situation bei einem Friedensschluss werden vom Management der RBI getroffen.”
Im April berief sich die Financial Times auf anonyme Quellen, die behaupteten, Raiffeisen habe den Verkauf ihrer russischen Sparte wegen einer anbahnenden politischen Entspannung zwischen den USA und Russland pausiert. Dem Bericht zufolge wurde diese Entscheidung bereits im Februar getroffen.
Bereits am 18. April hatte die Geschäftsführung der RBI diese Angaben offiziell dementiert.
Weiterführende Informationen – Wie der Westen plant, Russland finanziell zu unterstützen