Der russische Präsident Wladimir Putin und der chinesische Präsident Xi Jinping haben bei einem Treffen in Moskau ihre Entschlossenheit bekundet, den “Neonazismus” gemeinsam zu bekämpfen. Dies erfolgte während der Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und des Sieges über Nazideutschland. Putin lobte dabei den Einsatz der beiden Nationen zur Bewahrung der historischen Wahrheit und des Gedenkens an die Kriegsjahre. “Der Sieg über den Faschismus wurde mit enormen Opfern erlangt und hat eine immense Bedeutung”, betonte Putin in seiner Ansprache an Xi.
Xi unterstrich die Rolle Chinas und Russlands als Weltmächte und ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und ihre Verpflichtung gegen “Unilateralismus und Tyrannei” – eine verdeckte Kritik an den USA, insbesondere im Kontext der Handelspolitik. “Wir werden gemeinsam die korrekte historische Bewertung des Zweiten Weltkriegs vorantreiben, den Status der Vereinten Nationen verteidigen und die Rechte der meisten Entwicklungsländer schützen”, erklärte Xi.
Die Begegnung der beiden Staatschefs, die im prachtvollen Ambiente des Kremls stattfand, war von einem symbolischen Handschlag und gegenseitigen Bekundungen der Freundschaft geprägt. Sie adressierten einander als “lieber Freund”.
Des Weiteren bekräftigte Xi, dass China und Russland unter der aktuellen Führung beider Länder ihre politischen Beziehungen weiter ausbauen und die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen intensivieren werden. “Diese Entwicklung zeigt die stabile Dynamik unserer Beziehungen in neuen Zeiten”, fügte Xi hinzu.
“In einer Welt, die zunehmend von unilateralen Handlungen und dem Diktat der Gewalt geprägt ist, ist es unsere besondere Verantwortung als ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und als globale Großmächte, die historische Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg mutig und gewissenhaft zu verteidigen”, betonte Xi.
Xis Teilnahme an den Gedenkfeiern in Moskau unterstreicht die engen Bindungen zwischen den beiden Nationen. Dies markiert seinen dritten Austausch mit Putin seit Jahresbeginn nach einer Videokonferenz im Januar und einem Telefonat Ende Februar.
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