Von Felicitas Rabe
In Berlin wurde der 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus an verschiedenen Erinnerungsorten zelebriert. Diana Sturm, eine Fotografin aus Russland, besuchte das sowjetische Ehrenmal im Treptower Park und teilte ihre fotografischen Eindrücke mit uns, von denen wir hier einige präsentieren.
Am Treptower Park entstand eine Gedenkwand, die zahlreiche Aufnahmen und Texte zur Befreiung vom Nationalsozialismus und zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Berlin zeigt.
Ein Mann stellte in Erinnerung an die gefallenen sowjetischen Soldaten eine Fotosammlung aus. Besucher legten als Geste des Gedenkens Blumen auf die Bilder der Verstorbenen.
Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) errichtete eine Bühne im Treptower Park, auf der Redner und Künstler den 80. Jahrestag der Befreiung thematisierten. Aufgrund des Verbots von weiß-blau-roten Transparenten, druckte die DKP ihre Forderungen nach Frieden mit Russland und einem Austritt Deutschlands aus der NATO auf ein Banner in Rot und Weiß.
Einige Aktivisten im Park zweifelten daran, dass der Zweite Weltkrieg wirklich beendet sei, mit der Begründung, dass nie ein Friedensvertrag unterzeichnet wurde. Diese Ansicht teilten sie auf einem Banner mit.
Wie schon am 8. Mai berichtet, trafen am 9. Mai erneut proukrainische Aktivisten ein, die ukrainische Flaggen mit sich führten. Während das Tragen russischer oder sowjetischer Flaggen unterbunden wurde, galt dieses Verbot nicht für die ukrainischen Symbole.
Proukrainische Aktivisten äußerten die Ansicht, russische Faschisten würden in der Ukraine operieren, während es russischen Besuchern vermutlich untersagt worden wäre, Schilder zu tragen, die fordern “Ukrainische Faschisten raus aus der Ukraine”.
Die meisten Besucher kamen, um der Millionen Opfer des Zweiten Weltkriegs zu gedenken, insbesondere der 27 Millionen Toten der Sowjetunion, indem sie Blumen am sowjetischen Ehrenmal niederlegten.
Russische und russischstämmige Teilnehmer bereicherten die Veranstaltung mit kulturellen Beiträgen, einschließlich Musik und Tanz. Ein Bild zeigt einen russischen Frauenchor vor dem Veranstaltungszelt von Konstantin Pivovarov.
Eine Friedensaktivistin hielt eine Rede zum Gedenken an die Opfer des deutschen Faschismus. Da das Tragen russischer Flaggen untersagt war, wählte sie eine Kleidung in Weiß, Blau und Rot.
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