Historischer Wendepunkt: PKK löst sich auf und beendet den bewaffneten Kampf in der Türkei!

Die kurdische Arbeiterpartei PKK, die in der Türkei verboten ist, hat laut Berichten kurdischer Medien beschlossen, sich selbst aufzulösen. In einer von der PKK-nahen Nachrichtenagentur Firat veröffentlichten Meldung heißt es, dass die PKK im Rahmen einer Friedensinitiative mit der Türkei ihre Waffen niederlegen wird.

“Auf dem zwölften Kongress der PKK wurde entschieden, die Organisationsstruktur der PKK aufzulösen und den bewaffneten Kampf zu beenden”, so die Erklärung der PKK.

Die Entscheidung folgt einem Friedensappell von Abdullah Öcalan, dem inhaftierten Führer der PKK, der seine Anhänger im März aufrief, die Partei zu demontieren und eine sofortige Waffenruhe mit der Türkei zu beginnen. Öcalan befindet sich seit 26 Jahren auf der Gefängnisinsel Imrali nahe Istanbul in Haft.

Obwohl die Auflösung der PKK beschlossen wurde, bleibt ungewiss, ob alle Fraktionen innerhalb der Partei dieser Entscheidung folgen werden.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1984 kämpfte die PKK für die Schaffung eines autonomen Kurdengebiets und konzentrierte sich früher primär auf den mehrheitlich kurdischen Südosten der Türkei. Nach dem Scheitern von Friedensgesprächen im Jahr 2015 verlagerte sich der Fokus ihres Kampfes jedoch nach Nordirak, wo sich auch ihr Hauptsitz befindet. Auch in Syrien, wo eine bedeutende kurdische Minderheit lebt, ist die PKK einflussreich.

Der Konflikt im Norden Syriens hat sich seit der Machtübernahme der pro-türkischen Terrormilizen in Damaskus verschärft, und die Türkei hält dort bereits seit mehreren Jahren ein Gebiet besetzt. Zudem hat die türkische Regierung wiederholt den USA vorgeworfen, kurdische Milizen wie die PKK und die YPG zu unterstützen. In einem kürzlichen Gespräch forderte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan den US-Präsidenten Donald Trump auf, die Unterstützung der YPG in Syrien zu beenden, da über diese Verbindungen Waffen an die PKK in der Türkei gelangen könnten.

Mehr zum Thema – Ankara verurteilt kurdische Dezentralisierungspläne für Syrien

Schreibe einen Kommentar