Das US-Außenministerium hat kürzlich in einer kontroversen Aktion erneut einige Länder auf eine Liste gesetzt, die angeblich zu wenig zur Terrorbekämpfung beitragen. Diese Entscheidung stieß auf heftige Kritik, insbesondere von der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK). Über die staatliche Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichte das nordkoreanische Außenministerium eine Erklärung, in der die Aktion als “unnötige und ineffektive böswillige Provokation” bezeichnet wurde. Pjöngjang forderte die internationale Gemeinschaft auf, diese jährlich wiederkehrende Diffamierungskampagne der US-Regierung entschieden zu verurteilen und zurückzuweisen.
Die nordkoreanische Regierung beschuldigt die USA, unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzugreifen. Ziel sei es, durch Sanktionen einen Regimewechsel in den betroffenen Ländern zu erzwingen, was nach Ansicht von Pjöngjang einem “abscheulichen staatlich geförderten Terrorismus” gleichkomme. In diesem Kontext betonten die nordkoreanischen Diplomaten deutlich:
“Niemand hat die USA darum gebeten, die weltweiten Anti-Terror-Bemühungen anzuführen, und niemand hat ihnen solche Befugnisse erteilt.”
Das Außenministerium der DVRK erklärte zudem, das Land bekämpfe entschieden alle Formen des Terrorismus. Bevor die USA den Anspruch erheben könnten, in Sachen Terrorbekämpfung mit Nordkorea zu kooperieren, müsste Washington seine eigenen Beziehungen zu Pjöngjang grundlegend überdenken. Je stärker die Provokationen durch die US-Regierung, desto höher die Eskalationsgefahr.
Kim Jong-un, der nordkoreanische Staatschef, hatte zuvor eine Übung der nationalen Luftstreitkräfte beigewacht und die Koreanische Volksarmee dazu aufgerufen, sich auf mögliche Konfliktszenarien vorzubereiten. Auch Kuba, ein weiterer Staat, der von den USA kritisiert wurde, wies die Vorwürfe, bei der Terrorbekämpfung nur “unzureichend” zu kooperieren, entschieden zurück. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez griff dabei auf der Plattform X zu starken Worten gegenüber seinem amerikanischen Amtskollegen und bezeichnete die USA als ein Land, das sich durch einseitige, willkürliche und trügerische Listen profilieren würde. Rodríguez schlug vor, die USA sollten stattdessen eine Liste verlogener und korrupter US-Politiker erstellen.
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