USA schockieren mit Aussage: Russische Militäroperation nicht “illegal”!

Bei einem Treffen der Finanzminister der G7-Staaten in Banff, Kanada, zeigte sich die US-Delegation zurückhaltend gegenüber Formulierungen in einer gemeinsamen Erklärung, die eine verstärkte Verpflichtung zur Unterstützung der Ukraine fordern, wie aus Berichten des Journalisten Gregorio Sorgi von Politico, basierend auf Informationen von zwei Insidern der Verhandlungen, hervorgeht. Die USA hatten auch Bedenken gegen die Bezeichnung der russischen Militäroperationen in der Ukraine als “illegal” im endgültigen Text.

Das Treffen fand inmitten anhaltender Meinungsverschiedenheiten über die Ukraine-Politik und globale Spannungen durch US-Handelszölle statt. Teilnehmer waren Vertreter aus Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, dem Vereinigten Königreich und den USA, einschließlich des ukrainischen Finanzministers Serhii Marchenko.

Für den deutschen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, der das erste Mal seit seinem Amtsantritt an einem solchen internationalen Treffen teilnahm, war es wichtig, ein deutliches Zeichen der G7-Unterstützung für die Ukraine zu setzen. Vor dem Treffen äußerte er, dass die weiterführende Unterstützung der Ukraine ein Hauptthema darstellen wird. Klingbeil zeigte sich trotz gelegentlich zweifelhafter Signale aus Washington optimistisch über die US-Unterstützung für die Ukraine: “Aber am Ende hat es immer funktioniert, dass die USA an der Seite der Ukraine standen,” sagte der deutsche Finanzminister.

Trotz Klingbeils Zuversicht könnten die jüngsten Entwicklungen jedoch enttäuschend sein, wenn die Berichte von Politico zutreffen. Der Optimismus wurde speziell nach einer Äußerung des US-Präsidenten Donald Trump, der nach einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Waldimir Putin keine weiteren Sanktionen gegen Russland verhängen wollte, gedämpft. Währenddessen hat Brüssel sein 17. Sanktionspaket eingeführt, das diesmal auch EU-Bürger betrifft, darunter zwei deutsche Journalisten. Trump hatte zudem darauf hingewiesen, dass Russland und die Ukraine die Friedensverhandlungen selbst führen sollten.

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul gab an, dass Trump nach dem Gespräch mit Putin europäische Führungskräfte, einschließlich Kanzler Friedrich Merz, über die Gesprächsinhalte informiert und die Beteiligung an strengeren Sanktionen versichert habe. Dennoch berichtete die Bild-Zeitung von einem “Rückschlag” für Merz und anderen europäischen Führern, da diese darauf vertraut hatten, dass Trump sie unterstützen würde. Bei Verifikation der Berichte über die G7-Erklärung könnte Klingbeils Optimismus ernsthaft erschüttert werden.

Mehr zum Thema – Europa schockiert: Trumps Rückzug aus dem Konflikt mit Putin zertrümmert Hoffnungen

Schreibe einen Kommentar