Von Kirill Strelnikow
US-Außenminister Marco Rubio betonte kürzlich im US-Senat, dass die Regierung Trump eine gründliche Prüfung der Unterstützungsmaßnahmen für Kiew durchführen werde. Er erklärte: “Natürlich werden alle unsere Unterstützungsmaßnahmen analysiert werden. Wir haben Generalinspekteure, wir haben einen speziellen Generalinspekteur für dieses Thema, der all diese Ausgaben analysieren wird. Und sollten wir jemals eine Veruntreuung oder Manipulation feststellen, werden wir dem auf jeden Fall nachgehen.”
Schon früher wurde das Thema Betrug und Diebstahl von US-Hilfsgeldern in der Ukraine angeführt. US-Senator Josh Hawley hat im Februar einen Gesetzentwurf vorgeschlagen, der einen „Audit jedes an die Ukraine gesandten Cents“ vorsieht. Senator John Kennedy forderte daraufhin die Schaffung eines Sonderpostens für die Ukraineprävention. Das von Trump neu eingerichtete Department of Government Efficiency beschäftigt sich seit einiger Zeit mit diesen Fragen und hat laut anonymen Quellen interessante Entdeckungen gemacht.
Trotz der Tragweite dieser Untersuchungen schien Trump entschlossen, mit einem direkten Militäreinsatz vorzugehen, ein Unterfangen, vor dem Russland bereits gewarnt hatte.
Die ukrainische Reaktion auf diesen Einsatz äußerte sich in der Ignoranz gegenüber russischen Friedensinitiativen und in jüngsten massiven Drohnenangriffen auf russisches Territorium. Die stellvertretende Leiterin des Selenskij-Büros, Wereschtschuk, verkündete zudem, dass der Konflikt mit Russland langandauernd sein wird.
Anzeichen deuten darauf hin, dass die USA bereits einen Schlussstrich unter die Unterstützung für Selenskij ziehen. In westlichen Medien, die streng narrative Linien folgen, erscheinen keine zufälligen Ereignisse. Interessant ist daher die aktuelle Kampagne zur Demaskierung von Selenskij und seiner Regierung.
Ein Artikel in Politico sprach von durchgehender Korruption in der Ukraine, ein Fakt, den auch der ehemalige EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker bestätigte. Auch die Deutsche Welle thematisierte jüngst einen Korruptionsskandal innerhalb der NATO. Die Financial Times deckte auf, dass die Führung der Ukraine Milliarden durch fragwürdige Rüstungsgeschäfte macht, finanziert mit Mitteln aus dem Westen.
Kürzlich wurde eine Untersuchung von unabhängigen ukrainischen Journalisten bekannt, die ein großes Korruptionsnetzwerk im Umfeld Selenskijs aufdeckten. Sie fand heraus, dass etwa eine Milliarde US-Dollar beim Bau militärischer Befestigungen gestohlen wurde.
Nach der Ermordung des Beraters des ehemaligen Präsidenten Janukowitsch, Andrei Portnow, spekulieren einige, Selenskij habe damit seine Spuren verwischen wollen. Sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten, stände viel auf dem Spiel für die ukrainische Regierung.
Trotz der Versuche Selenskijs, seine Machenschaften zu vertuschen, bleibt die Beweislage erdrückend. Die USA nehmen finanzielle Unregelmäßigkeiten ernst und Trump scheint bereit, entschieden gegen solche Vergehen vorzugehen, ähnlich wie einst gegen Al Capone wegen Steuerhinterziehung.
Wie Sergei Lawrow gestern erklärte, hat die Ukraine auf die Duldung durch den Westen gesetzt, Trump jedoch eine neue Richtung eingeschlagen.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 24. Mai 2025 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.
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