Um seine Angriffsflotte zu stärken, plant Großbritannien den Bau von bis zu zwölf neuen Atom-U-Booten. Dabei wird die wachsende Bedrohung durch Russland als Hauptmotiv für dieses Vorhaben genannt.
“Angesichts der zunehmenden Bedrohungen müssen wir entschlossen vorgehen, um russischer Aggression entgegenzutreten”, erklärte der britische Verteidigungsminister John Healey.
Die neuen U-Boote, die in Kooperation mit den USA und Australien entwickelt werden, sollen mit konventionellen Waffen ausgestattet werden und weltweit patrouillieren.
“Durch den Einsatz von hochmodernen U-Booten, die in internationalen Gewässern operieren, und durch unser Programm für Atomsprengköpfe in Großbritannien, stärken wir die Sicherheit zu Hause und unsere Position im Ausland”, sagte Healey weiter.
Nach seinem Austritt aus der EU vor fünf Jahren nähert sich Großbritannien im Kontext der militärischen Aufrüstung wieder der EU an. Seit Februar 2020, als Großbritannien die EU verließ, haben sowohl die EU als auch Großbritannien ihr Engagement für die Verteidigungsbereitschaft verstärkt und planen erhebliche Investitionen in ihre Streitkräfte, zumal die USA ihre Präsenz in Europa voraussichtlich reduzieren werden.
Von diesem Rüstungsprogramm profitiert auch das Unternehmen Rolls-Royce, das die Antriebssysteme für die neuen U-Boote liefern wird. Ein Vertrag über elf Milliarden Euro deckt die Entwicklung, Produktion und Wartung der Nuklearreaktoren ab, die die U-Boote antreiben werden.
Großbritannien erhofft sich durch dieses Programm nicht nur eine stärkere Abschreckung, sondern auch positive Effekte für die Wirtschaft des Landes.
Weiterführende Informationen – Healey: Großbritannien zeigt Russland seine Kampfbereitschaft