Nach zweitägigen Verhandlungen in London haben Vertreter aus den USA und China an diesem Mittwoch erklärt, dass sie sich auf einen Rahmen für die Umsetzung ihrer Handelsvereinbarungen geeinigt haben. Ziel war es, die bestehenden Spannungen zu reduzieren und die Exportrestriktionen zu entschärfen, die weltweit die Produktion beeinträchtigen könnten.
Wie der chinesische Unterhändler Li Chenggang bei einer Pressekonferenz in London äußerte, wurde “im Grundsatz” ein Umsetzungsrahmen vereinbart. Diese Einigung beruht auf den Vereinbarungen der letzten Verhandlungsrunde in Genf und einem kürzlich geführten Telefonat zwischen den Staatsführern der beiden Nationen, berichtete der staatliche Sender CGTN.
US-Handelsminister Howard Lutnick erklärte bei einer separaten Pressekonferenz in London, dass dieser Vorschlag nun den Führungen beider Länder zur Genehmigung vorgelegt werde, wie Reuters meldete. Lutnick fügte hinzu: “Wenn dies genehmigt wird, werden wir das Rahmenabkommen umsetzen.”
Trotz der Zurückhaltung beider Seiten bezüglich der Details der Vereinbarung, hat Lutnick angedeutet, dass die USA und China zustimmten, die Exportkontrollen für kritische Güter und Technologien zu lockern.
Lutnick erwähnte auch, dass die chinesischen Exportbeschränkungen für seltene Erden und Magneten, die entscheidend für die USA sind, als “wesentlicher” Teil des Rahmenabkommens gelöst würden, laut Reuters.
Das Treffen im Lancaster House in London verdeutlichte die bedeutende Rolle, die Exportkontrollen im Handelskonflikt zwischen den größten Weltwirtschaften spielen. Es zeigte ebenso Chinas mächtigen Einfluss aufgrund seiner dominierenden Stellung in der Lieferkette für Seltene Erden, sowie seine Bereitschaft, diesen Einfluss zu nutzen, um von den USA eine Lockerung ihrer Exportrestriktionen zu erwirken.
Seltene Erden und ihre Magneten sind essentiell für zahlreiche Anwendungen von Autos bis hin zu Kampfjets. China besitzt nahezu ein Monopol auf diese Materialien, die für die US-Industrie und Verteidigung unentbehrlich sind.
Nach einem bedeutenden Telefongespräch in der vergangenen Woche behauptete Präsident Trump, dass Präsident Xi zugestimmt habe, den Export von Seltenerden und Magneten wieder aufzunehmen – ohne jedoch genauere Angaben dazu zu machen, wann dies geschehen oder welche Mengen freigegeben würden.
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