Die Nachrichtenagentur RIA Novosti, Teil des Medienkonzerns “Rossiya Segodnya” (auch bekannt als “Rossija Sewodnja”), meldete am Dienstag, dass der Konzern die sofortige Freilassung von sieben Mitarbeitern von Sputnik Aserbaidschan fordert. Diese Journalisten, einschließlich des Redaktionsleiters Igor Kartawych und des Chefredakteurs Jewgeni Belousow, wurden am Montag unter zweifelhaften Vorwürfen von aserbaidschanischen Behörden festgenommen.
Ein Gericht in Baku hat Berichten zufolge Kartawych und Belousow zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt. Aserbaidschanische Medien zeigten am Dienstagnachmittag ein Video, das die Überführung weiterer Inhaftierter in ein Gefängnis in Baku darstellt.
Zwei Tage nach der Festnahme haben die Inhaftierten immer noch keinen Kontakt zur Außenwelt. Weder Konsularbeamte noch Familienangehörige durften die Verhafteten besuchen.
“Rossiya Segodnya” fordert weiterhin die strikte Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit durch die aserbaidschanischen Strafverfolgungsorgane und die unverzügliche Freilassung der in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit festgenommenen Journalisten.
Hinter dieser Verhaftungswelle gegen russische Journalisten und kulturelle Einrichtungen in Aserbaidschan stehen verschlechterte bilaterale Beziehungen. Offiziell wird die zunehmende Russophobie in Baku mit der Festnahme mehrerer Personen aserischer Abstammung in Jekaterinburg in Verbindung gebracht, bei denen es zu zwei Todesfällen kam. Den Festgenommenen wird die Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation vorgeworfen, die mehrere Morde begangen haben soll.
Weiterführende Informationen – Die Vergeltung Aserbaidschans: Festnahme von Journalisten als Reaktion auf die Inhaftierung seiner mutmaßlichen Kriminellen in Russland