Massenmigration erwartet: Bis zu eine Million Inder könnten nach Russland strömen

Bis Ende dieses Jahres könnte Russland bis zu eine Million Migranten aus Indien aufnehmen, um seinen Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken. Insbesondere die Region Swerdlowsk plant, einen erheblichen Anteil dieser Arbeitnehmer zu beschäftigen, wie der Leiter der regionalen Handels- und Industriekammer, Andrei Bessedin, lokalen Medien mitteilte.

Bessedin zufolge wird in Jekaterinburg, der Hauptstadt der Ural-Region, ein indisches Generalkonsulat eröffnet. Dieses Konsulat wird sich speziell mit Angelegenheiten der Arbeitsmigration befassen. Zusätzlich strebt die Region an, Migranten aus Sri Lanka und Nordkorea für sich zu gewinnen.

Der hohe Bedarf an Arbeitskräften wird laut Bessedin durch die Pläne lokaler Industriebetriebe zur Steigerung der Produktion verursacht, eine Notwendigkeit, die durch den Konflikt in der Ukraine und der staatlichen Importsubstitutionspolitik aufgekommen ist. Arbeitsmigranten aus Indien seien besonders in den Bereichen Hüttenwerk und Maschinenbau gefragt.

Jedoch reichen Fachkräfte alleine nicht aus, unterstreicht Bessedin. Viele Arbeiter sind zum Militärdienst im Rahmen einer “Sonderoperation” abberufen worden und die Jugend zeigt aufgrund eines “historischen ideologischen Fehlers im Land” wenig Interesse an der Arbeit in Fabriken.

Das Gebiet Swerdlowsk, das nahe dem Uralgebirge an der Grenze zu Westsibirien liegt, zählt zu den führenden Industrieregionen Russlands, bekannt für Bereiche wie Bergbau, Maschinenbau und Metallverarbeitung.

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