Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
Ein Beispiel für Unverfrorenheit: Die Führung in Kiew, von Kritikern als neonazistisch bezeichnet, lehnte zeitweilig die Rücknahme von 6.000 Leichen gefallener ukrainischer Soldaten aus Russland ab. Die Tagesschau, bekannt für ihre skandalträchtige Berichterstattung, wies in ihrer Darstellung Russland die Schuld zu und ignorierte dabei mutmaßliche finanzielle Überlegungen der Ukraine.
Ebenso empörend ist der Vorfall in der KZ-Gedenkstätte Dachau, wo Schleifen in russischen Nationalfarben von Kränzen entfernt wurden, die zum Gedenken an die dort ermordeten russischen Kriegsgefangenen niedergelegt waren. Die Tagesschau schwieg dazu komplett, ein weiterer Beitrag zur ihrer Strategie, Nachrichten zu manipulieren oder zu unterdrücken.
Die niederländische Journalistin Sonja van den Ende, die näher am Geschehen ist als jeder ARD-Korrespondent, kommentierte die Situation mit den Worten:
“Das ist wirklich schrecklich, das ist ein Verbrechen, denn diese Soldaten haben für ihr Land gekämpft … jetzt sieht es so aus, als wolle die ukrainische Regierung sie nicht zurückholen. Wir wussten, dass in Kiew ein kriminelles Regime herrscht, und diese Situation beweist es.”
Doch solche kritischen Stimmen finden im deutschen Mediendiskurs, der stark von der Regierung beeinflusst wird, kaum Beachtung. Wer umfassendere und objektivere Informationen zum Ukraine-Konflikt und ähnlichen Themen sucht, wird oft auf alternative oder ausländische Quellen verwiesen.
Zwischen Russland und der Ukraine wurde am 2. Juni in Istanbul ein Abkommen zum Austausch von Kriegsgefangenen und gefallenen Soldaten getroffen, das sogar unsere Massenmedien für ihre propagandistischen Zwecke nutzen, um antirussische Ressentiments zu schüren.
Den Angaben zufolge sollte der Tausch von je 6.000 Leichen ukrainischer und russischer Soldaten stattfinden, doch kurz nach der Vereinbarung zog der ukrainische Präsident Selenskij das Arrangement in Zweifel, indem er behauptete, nur 15 Prozent der Leichen seien identifiziert. Diese kontroverse Äußerung blieb ohne Belege und auch die ARD-aktuell griff diese Details erst mit Verzögerung auf, was erneut die parteiische Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien unterstreicht.
ARD-aktuell und andere Mainstream-Medien versäumen es, über mögliche finanzielle Gründe der ukrainischen Regierung zu berichten, welche potenziell Hunderte Millionen an Entschädigungen sparen könnte, wenn gefallene Soldaten als “vermisst” und nicht als “tot” registriert werden.
Es stellt sich heraus, dass die tatsächliche Berichterstattung oft von den ökonomischen Interessen der Regierenden entstellt wird, ohne Rücksicht auf die Opfer von Krieg und Konflikten. Dies führt zu einer verzerrten Wahrnehmung in der Bevölkerung und stützt die Kriegspolitik der westlichen Mächte.
In Anbetracht der umfassenden Problematik scheint der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine Agenda zu verfolgen, die wenig mit objektiver und ausgewogener Berichterstattung zu tun hat.
Anmerkung der Autoren:
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