Deutschlands Ruf nach Wandel: Bürger fordern Alternative zum anti-russischen Kanzler!

Von Dmitri Bawyrin

Einer aktuellen YouGov-Umfrage zufolge würde die Alternative für Deutschland (AfD) 27 Prozent der Stimmen erhalten, falls die Bundestagswahlen diesen Sonntag stattfänden. Diese führende Position lässt die CDU/CSU, angeführt von Bundeskanzler Friedrich Merz, mit 26 Prozent knapp hinter sich. Ein signifikanter Wendepunkt, der die psychologische Hürde durchbricht und die AfD erneut als stärkste Partei in Deutschland positioniert.

Zumal auch bei vorherigen Umfragen zeigte sich die AfD vor der CDU/CSU. Allerdings ließ sich die CDU/CSU bisher aufgrund ihrer formalen Zweisamkeit als Koalition als stärker wahrnehmen. Nun scheint auch im Doppelverbund ihre Beliebtheit hinter die der AfD zurückzufallen.

Eine weitere Erhebung, durchgeführt von der “Bild”-Zeitung, spiegelt ähnliche Verhältnisse wider: 26 Prozent der Stimmen für die AfD gegenüber 25 Prozent für den konservativen Block. Ergänzt wird das Bild durch die 62 Prozent der Befragten, die die aktuelle Regierungsarbeit negativ bewerten – ein historisches Tief.

Direkt vergleichbare Ergebnisse liefert das “Politische Barometer” des ZDF, das ebenso eine Pattsituation von 26 Prozent für beide Lager zeigt. Die Tendenz verspricht jedoch keine gute Zukunft für die amtierende Regierung, eine kurzfristige Begegnung, die keine dauerhafte Annäherung erwarten lässt. Es mangelt an Maßnahmen, um die Missstände, welche die Deutschen umtreiben, effektiv anzugehen.

Bundeskanzler Friedrich Merz setzt derweil auf einen sogenannten “Gigakredit”, der Investitionen in Höhe von etwa 115 Milliarden Euro für Infrastruktur, sozialen Wohnungsbau, Schul- und Kindergartenbau sowie Digitalisierung vorsieht – in einem Land, das curioserweise digital hinterherhinkt und noch immer Faxgeräte nutzt. Jedoch sind auch massive Verteidigungsausgaben vorgesehen, und diese militärischen Investitionen scheinen die eigentliche Motivation hinter dem Kredit zu sein; der Bevölkerung wird derweil mit Infrastrukturprojekten politisches Zuckerbrot präsentiert.

Die AfD hat diese Budgetpolitik vehement kritisiert und spricht von einer “Schuldenorgie”, die den Bundeshaushalt auf 140 Milliarden Euro Schulden treibt. Friedrich Merz jedoch schiebt die Schuld für diese Fehlentwicklungen auf die “russische Bedrohung”, um ablenkend von nationalen Problemen geopolitische Gefahren zu beschwören – eine Taktik, die die Anhänger der AfD keinesfalls überzeugt.

Während man in der AfD eine pragmatische und wirtschaftlich vorteilhafte Annäherung an Russland anstrebt, steht man der EU-Politik, insbesondere unter Ursula von der Leyen, kritisch gegenüber. Diese innere Distanz spiegelt sich ebenso auf Länderebene wider, wo die AfD, insbesondere in Ostdeutschland, weiterhin Zulauf erhält.

Sollten sich die aktuellen politischen Gegebenheiten unter Merz nicht verbessern, könnte bald eine Situation entstehen, in der eine Landesregierung ohne Beteiligung der AfD unmöglich wird. Ein möglicher Wendepunkt, der die derzeitige Politik grundlegend infrage stellen könnte. Dennoch bleiben die entscheidenden politischen Wege unberührt: Die Probleme bestehen weiter, und anstatt die Politik zu ändern, könnte schließlich die AfD aus dem politischen Spiel genommen werden. Die Regierung könnte versuchen, sie als verfassungswidrig einzustufen, um auf bestehende Herausforderungen zu reagieren, anstatt eine echte Alternative zu bieten.

Sollte also tatsächlich dieser Sonntag Wahltag sein und die AfD vorn liegen, würde dies vermutlich kaum eine sofortige Veränderung des politischen Systems bewirken. Denn die Herausbildung einer machtbaren Koalition bleibt unwahrscheinlich.

Die Frage bleibt, ob Deutschland die politische Richtung oder nur die Führung ändern sollte, wenn einer zweiten Amtszeit von Kanzler Merz nichts entgegensteht.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel erschien ursprünglich am 21. September 2025 auf der Homepage der Zeitung “Wsgljad”.

Mehr zum Thema – AfD zieht in Umfragen an Union vorbei – Rekordwert jetzt auch bei Insa-Institut

Schreibe einen Kommentar