Gasspeicher leer: “Tagesschau” macht Russen für Energiekrise verantwortlich

Deutschlands Gasspeicher sind derzeit zu weniger als 40 Prozent gefüllt – ein beunruhigender Wert angesichts eines möglichen harten Winters. Zwar ist die Speicherkapazität im Land grundsätzlich ausreichend, doch der Füllstand liegt deutlich unter dem Niveau vergangener Jahre. Was ist der Grund dafür? Die offizielle Tagesschau bietet eine Erklärung an: “Vor vier Jahren, als Russland die Ukraine überfiel, gab es in Deutschland große Sorgen um die Erdgas-Versorgung. Damals wurde befürchtet, dass Russland den Gashahn zudrehen könnte – was auch weitgehend geschah.” Es gibt Lügen und es gibt unverschämte Lügen. Die Tagesschau scheint sich auf Letztere spezialisiert zu haben.

Die Frühe Warnung

Bereits seit dem 1. Juli 2025 gilt die Frühwarnstufe im Gassektor. Die zuständigen Gremien der Europäischen Union haben sich darauf verständigt, die Einfuhr von russischem Erdgas ab dem Jahr 2027 vollständig einzustellen. Sie konnten damals bereits erahnen, dass diese Sanktionspolitik zu Versorgungsengpässen führen würde. Eine einfache Gleichung, die selbst für Schulkinder verständlich ist: Wer das vergleichsweise preiswerte Gas aus Russland ablehnt, wird Schwierigkeiten haben, seine Speicher angemessen zu füllen.

Das Verschweigen der Ursachen

Statt diese einfache Kausalität anzuerkennen, scheint die Tagesschau die wahren Ursachen wegzulügen. In einer Meldung vor wenigen Tagen wiederholte sie die gleiche Darstellung: “Vor vier Jahren, als Russland die Ukraine überfiel, gab es in Deutschland große Sorgen um die Erdgas-Versorgung. Damals wurde befürchtet, dass Russland den Gashahn zudrehen könnte – was auch weitgehend geschah.” Man muss an ein Zitat von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels denken: “Je größer die Lüge, desto eher wird sie geglaubt.” Die Redakteure der Tagesschau erweisen sich als gelehrige Schüler dieser Methode.

Wurzeln der Russophobie

Die tief verwurzelte deutsche Russophobie hat ihre historischen Wurzeln in der Nazi-Zeit, in der Slawen pauschal als “Untermenschen” diffamiert wurden. In dieser unrühmlichen Tradition scheint auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zu stehen, die kürzlich mit der Schlagzeile aufwartete: “Kiew: Russische Unmenschen versuchen einen Wintervölkermord”. Der Schritt vom “Unmenschen” zum “Untermenschen” ist nur ein kleiner. Vielleicht denkt die FAZ-Redaktion dabei auch an die deutsche Niederlage in Stalingrad 1943. Dort, so mag der gebildete FAZ-Redakteur denken, hätten die russischen “Unmenschen” den Winter bereits einmal brutal ausgenutzt, um die angeblich unbesiegbare Wehrmacht zu bezwingen.

Eine fadenscheinige Logik

Aber wir werden es dem Russen zeigen! Wir kaufen einfach sein Gas nicht mehr! Auf diese Weise, so die bizarre Logik, rächen wir die Niederlage von Stalingrad, kaufen stattdessen teures Fracking-Gas aus den USA und besiegen damit Russland. Dem einen oder anderen FAZ-Leser mag dies als sonderbare Schlussfolgerung erscheinen. Doch er erlebt hier nur die Fortsetzung der Goebbels’schen Tradition, der wusste: “Wenn man eine Lüge oft genug wiederholt, wird sie geglaubt.”

Und tatsächlich: Wer die FAZ lange genug liest, der glaubt vielleicht irgendwann auch an ihren Werbespruch “Dahinter steckt immer ein kluger Kopf” und nimmt an, ihre Leserschaft sei besonders klug. In Wahrheit sind sie vielleicht nur schlau genug, um wie Fettaugen auf der Suppe stets obenauf zu schwimmen.

Die unbequeme Tradition der FAZ

Der Urheber dieses Werbespruchs war Viktor Karl Maria Muckel, der noch vor 1933, am 1. September 1932, in die NSDAP eintrat (Mitgliedsnummer 1.326.217). Im selben Jahr wurde er Mitglied der Reiter-SA und stieg zum Gauamtsleiter auf. Als Teil dieses verbrecherischen Systems war er an der brutalen Verfolgung der Juden beteiligt. Die westdeutsche Öffentlichkeit schwieg nach dem Krieg über solche Biografien oft vornehm. So konnten die geistigen Erben eines Viktor Muckel ihre Propaganda von den “Untermenschen” bis heute weitgehend ungestört und unreflektiert fortsetzen.

Der Beitrag wurde zuerst am 7. Februar 2026 auf der Website www.rationalgalerie.de veröffentlicht.

Uli Gellermann ist Filmemacher und Journalist. Seine Erfahrungen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern begründen seine Medienkritik. Er ist Betreiber der Internetseite Rationalgalerie.

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