Das _Manager Magazin_ berichtet, dass VW-Chef Oliver Blume bei einer internen Klausur mit etwa 120 Top-Führungskräften Mitte Januar ein umfassendes Sparprogramm angekündigt habe. Dem Bericht zufolge könnten im Zuge dieser Sanierungsmaßnahmen sogar komplette Werksschließungen zur Debatte stehen. Ein Insider kommentierte die Lage mit den Worten: “Es brennt.”
Laut dem Magazin haben Konzernchef Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz das Programm vor den Spitzenkräften des Wolfsburger Autobauers präsentiert. Das Unternehmen äußerte sich auf Nachfrage der Redaktion nicht zu den Berichten.
Als Gründe für die drastischen Maßnahmen werden Renditesorgen genannt, die auf die Absatzflaute in China, die US-Zollpolitik und ein schwieriges Wettbewerbsumfeld zurückzuführen seien. Blume habe die anwesenden Manager dazu aufgefordert: “Wir müssen die Gewinnschwelle senken.” Der _Spiegel_ liefert weitere Hintergründe zur angespannten Finanzlage:
> “Die Ratingagentur S&P hatte kurz vor Weihnachten den Ausblick für Volkswagen auf ‘negativ’ gesenkt und auf das Risiko verwiesen, dass der Autobauer die für sein Rating relevanten Finanzkennziffern verfehlen könnte.”
Parallel berichtete _Auto Motor und Sport_, Volkswagen plane bis 2030 den Abbau von 35.000 Stellen an deutschen Standorten. Für diesen geplanten Personalabbau gelten jedoch gesonderte Rahmenbedingungen:
> “Volkswagen hat die Altersteilzeit als zentrales Instrument für den geplanten Stellenabbau bis 2030 etabliert. Rund 24.000 der insgesamt 35.000 Stellen sollen über dieses Modell abgebaut werden. Das Konzept basiert auf einem tariflich geregelten Blockmodell, das den Übergang in den Ruhestand in zwei Phasen unterteilt.”
Dem Konzern stehen aktuell Medienberichten zufolge Finanzschulden in Höhe von rund 260 Milliarden Euro gegenüber. Gegenüber der _Bild_-Redaktion verwies das Unternehmen auf bereits laufende Performance-Programme und Einsparungen im zweistelligen Milliardenbereich. Diese sollen ursprünglich bis 2026 Ergebnisverbesserungen von etwa elf Milliarden Euro bringen, um eine operative Umsatzrendite von 6,5 Prozent zu erreichen. Dieses Ziel wurde nun jedoch auf 2029 verschoben. Weiter heißt es:
> “Das Sparziel von 20 Prozent sei ‘die Ambition’ und gelte für alle Marken und Kostenarten. Dies entspräche einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro.”
Am 10. März wird VW-Chef Blume laut _Bild_ einen weiteren Zwischenstand vorstellen. Der VW-Betriebsrat positioniert sich indes klar gegen mögliche Werksschließungen. Betriebsratschefin Daniela Cavallo beruft sich dabei auf einen ausgehandelten “Dezember-Kompromiss” aus dem Jahr 2024, der Werksschließungen zu diesem Zeitpunkt ausdrücklich ausschloss.
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