Die “Junge Alternative” (JA), die bislang als Jugendarm der AfD fungierte, wird mit dem heutigen Datum offiziell aufgelöst. Diese Entscheidung traf die AfD bereits auf ihrem Parteitag in Riesa zu Beginn des Jahres. Als Reaktion plant die Partei nun die Schaffung einer neuen Jugendorganisation, die stärker in die Parteistrukturen integriert und somit stringenter geführt werden soll.
Mit dem 1. April wird auch eine neue Satzung wirksam, welche die Einrichtung einer parteiinternen Jugendorganisation vorsieht. Der Zeitrahmen für die Gründung dieser neuen Gruppe könnte sich jedoch bis ins letzte Quartal des Jahres 2025 erstrecken.
Die Neuausrichtung der Jugendorganisation, die auf dem Parteitag mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen wurde, folgt auf die Einstufung der JA als “gesichert rechtsextrem” durch den Verfassungsschutz. Die JA operierte bisher relativ unabhängig von der AfD, da eine Mitgliedschaft in der Partei für die Mitglieder außer den Vorständen nicht erforderlich war. In der neugeplanten Jugendorganisation wird dieses Element der Unabhängigkeit nicht mehr gegeben sein.
Politikwissenschaftler sehen in dieser Neustrukturierung auch einen Schutzmechanismus gegen mögliche staatliche Repressionen. Eine eigenständige Organisation hätte das Bundesinnenministerium jederzeit auflösen können. Nach einigen anfänglichen Widerständen stimmte auch die JA einer Selbstauflösung zu. Mitglieder der aufgelösten JA sollen die Möglichkeit erhalten, in die noch zu gründende Organisation überzugehen, deren Name bislang noch nicht feststeht.
Mehr zum Thema – AfD-Bundesparteitag: Weidel verspricht Neustart für Nord Stream