Am Montagmorgen blockierten Aktivisten der Klimagruppe “Neue Generation” die Berliner Stadtautobahn A100 auf der Hatun-Sürücü-Brücke. Die Polizei sperrte den Abschnitt zwischen Treptower Park und dem Autobahnkreuz Neukölln vorübergehend vollständig.
Die Aktion wurde von der Gruppe, die bis vor kurzem noch unter dem Namen “Letzte Generation” bekannt war, auf Instagram dokumentiert. Zu sehen sind Mitglieder, die auf der Autobahn ein Banner mit der Aufschrift “Wir rasen in den Faschismus – #MerzMafia” und dem Logo der Neuen Generation entrollen. Die Protestierenden kritisieren damit offenbar die ihrer Ansicht nach unzureichende Klimapolitik der Bundesregierung.
Laut einer Pressemitteilung der Gruppe kletterten Aktivisten auf eine Schilderbrücke über der Fahrbahn. Die Polizei bestätigte auf der Plattform X, dass Höhenretter eine Person von dort bergen mussten. Der Verkehrsabschnitt ist inzwischen wieder in beide Richtungen freigegeben. Die Beamten nahmen zwei Personen, einen Mann und eine Frau, in Gewahrsam; die Ermittlungen dauern an.
Parallel zu der Berliner Blockade gab es nach Angaben der Gruppe auch Aktionen in Leipzig, München, Kassel, Halle, Potsdam und auf der Nordseeinsel Pellworm.
Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei Berlin, kommentierte die Proteste wie folgt:
“Es ist für jeden ersichtlich, dass hier im Deckmantel eines neuen Namens und unter möglichst breit gestreuter Themenmixtur versucht wird, Mitstreiter zu gewinnen, um fernab rechtsstaatlicher Abläufe Maßnahmen zu erzwingen.”
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