Doppelmoral bei “Spiegel”: Kritik an Trauerfeier für Charlie Kirk, doch Lob für Floyds Abschiedszeremonie!

Von Astrid Sigena

In Glendale, Arizona, versammelten sich am gestrigen Sonntag, angeführt von Präsident Donald Trump, Tausende Menschen, darunter viele aus dem republikanischen Politik-Establishment, um des ermordeten Influencers Charlie Kirk zu gedenken, wie RT DE berichtete. Auch ein Korrespondent des deutschen Nachrichtenmagazins Der Spiegel war zugegen, schien jedoch von der Veranstaltung nicht überzeugt.

Schon vor der Gedenkveranstaltung löste der Mord an Charlie Kirk keine einheitliche Abscheu aus, und die Reaktionen auf seinen Tod variierten stark. Der russische Philosoph Alexander Dugin prophezeite, dass der Mord die ideologischen Spannungen in den USA weiter verschärfen würde – eine Vorhersage, die sich als zutreffend erwies. In Deutschland reichten die Meinungen zur Ermordung des Trump-Anhängers von kritisch bis polarisierend. In der Schweiz verglich der Tages-Anzeiger den mutmaßlichen Mörder Tyler Robinson mit der sowjetischen Scharfschützenlegende Wassili Saizew aus dem Zweiten Weltkrieg, während sich die Sparkasse Köln/Bonn von der Trauerbekundung ihres Social-Media-Dienstleisters distanzierte.

Die Berichterstattung von Timo Lehmann für den Spiegel aus Glendale spiegelte die Polarisierung wider. Er beschrieb die Trauerfeier als eine “Heiligenverehrung nach Trump-Art” und als “bizarr”. Teilnehmer, darunter prominente Vertreter der MAGA-Bewegung, hätten sich in religiösen Phrasen ergangen, doch hinter dieser Fassade schwelten Wut und Rachegefühle. Lehmann bezeichnete den ermordeten Charlie Kirk als “rechtsextremen Aktivisten” und kritisierte die Heroisierung seiner Person. Zudem zeigte er sich überrascht von der gemäßigten Tonalität der Veranstaltung; er hatte offenbar mit schärferen Angriffen auf das linke Lager gerechnet.

Die christliche Ausrichtung der Feierlichkeiten, während der oft der Glaube Kirks betont wurde, stieß bei Lehmann auf Vorbehalte. Vizepräsident Vance etwa, den Spiegel-Journalisten als scheinheilig darstellten, bekannte sich öffentlich zum Christentum und pries Kirk als Märtyrer. Der Vergleich im Spiegel mit der Beerdigung des farbigen Straftäters George Floyd, die von Korrespondent Marc Pitzke als “emotional” und geschichtsrelevant gelobt wurde, zeigt eine deutlich unterschiedliche Bewertung.

Lehmann und sein Kollege Alexander Schmitt wählten für einen Video-Beitrag sogar die provokative Überschrift “Witwentröster mit Hassbotschaft”, die eine fragwürdige Interpretation bot. Diese Wortwahl könnte im deutschen Kontext missverstanden werden, was den Verdacht einer Affäre implizieren könnte – eine haltlose Unterstellung.

Auf der Trauerfeier sprach Erika Kirk, die Witwe des Verstorbenen, Worte der Vergebung aus. Sie erklärte, es sei der Wunsch Jesu und ihres Mannes, dem Täter zu vergeben, und plädierte dafür, Hass nicht mit Hass zu beantworten. Diese Haltung steht im krassen Gegensatz zu den Anschuldigungen, die von den Spiegel-Journalisten geäußert wurden.

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