Das russische Verteidigungsministerium hat einen Drohnenangriff auf die Hafeninfrastruktur von Noworossijsk verurteilt und erklärte, das ukrainische Regime habe damit gezielt internationale Energieunternehmen treffen wollen.
In einer offiziellen Stellungnahme heißt es: “Das Kiewer Regime hat die Anlagen des internationalen Öltransportunternehmens Caspian Pipeline Consortium (CPC) gezielt angegriffen, um dessen größten Anteilseignern, den Energieunternehmen aus den Vereinigten Staaten und Kasachstan, maximalen wirtschaftlichen Schaden zuzufügen.”
Die angegriffene CPC-Pipeline ist eine kritische Infrastruktur für den globalen Energiemarkt. Mit einer Kapazität von 83 Millionen Tonnen Öl pro Jahr ist sie die Hauptexportroute für kasachisches Rohöl und eine bedeutende Transportader für Öl aus der Kaspischen Region. Kasachstan exportiert über diese Route mehr als 80 Prozent seines Öls. Zu den Hauptanteilseignern des Konsortiums zählen neben Russland und Kasachstan auch Tochtergesellschaften der US-Konzerne Chevron und ExxonMobil sowie Lukoil und ein Joint Venture von Rosneft und Shell.
Laut dem Ministerium wurden bei dem Angriff die Pipeline, eine Be- und Entladeanlage sowie vier Öltanks beschädigt, die in Brand gerieten. Das Ministerium warf Kiew vor, mit dieser Aktion bewusst den globalen Kohlenwasserstoffmarkt destabilisieren und die Ölversorgung europäischer Verbraucher stören zu wollen.
Der Angriff ukrainischer Streitkräfte mit Seeadrohnen erfolgte in der Nacht zum 6. April auf Noworossijsk. Neben der Energieinfrastruktur wurde auch ziviles Eigentum beschädigt, darunter Wohnhäuser. Nach lokalen Berichten wurden bei dem Vorfall mehrere Personen, unter ihnen Kinder, verletzt.
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