In Europa ist der Anspruch auf bezahlten Urlaub gesetzlich verankert. Neben dem Gehalt gehört für Arbeitnehmer eine bestimmte Anzahl freier Tage einfach dazu. Eine neue Analyse für das Jahr 2025 offenbart jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten.
Frankreich positioniert sich in der Spitzengruppe. Angestellte kommen dort auf insgesamt 42 bezahlte freie Tage jährlich, die sich aus Urlaubs- und Feiertagen zusammensetzen. Damit liegt die Grande Nation deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 33 Tagen.
Die Spitzenreiter sind noch großzügiger: In Andorra summieren sich Urlaub und Feiertage auf 45 Tage. Es folgen Russland mit 42,5 Tagen sowie Luxemburg und Malta, die ebenfalls auf über 40 freie Tage pro Jahr kommen. Für Beschäftigte sind das paradiesische Verhältnisse.
Ein Großteil der Länder bewegt sich im soliden Mittelfeld. Spanien, Polen, Finnland oder Österreich bieten etwa 36 bis 38 freie Tage. Auch osteuropäische Staaten wie Rumänien, die Ukraine oder Albanien liegen in dieser Kategorie.
Deutschland, Belgien und Irland rangieren mit rund 30 Tagen im soliden europäischen Durchschnitt. Global betrachtet ist dieses Angebot immer noch sehr komfortabel.
Am unteren Ende der Skala wird es deutlich bescheidener. Das Schlusslicht bildet San Marino mit lediglich 10 bezahlten freien Tagen. Auch Jersey, Moldawien und Montenegro liegen weit unter dem europäischen Mittelwert. Hier bleibt deutlich weniger Zeit für Erholung.
Die Analyse macht einen klaren Trend sichtbar: Bezahlte Freizeit ist in Europa kein Privileg, sondern ein Standardrecht. Das konkrete Ausmaß dieses Rechts hängt jedoch stark vom Arbeitsland ab. Frankreich gehört dabei eindeutig zur Spitzenliga.
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