Tödlicher Zwischenfall: Bewaffneter Mann vor Trumps Mar-a-Lago-Anwesen von Sicherheitskräften niedergeschossen

Der US-Geheimdienst Secret Service hat nach eigenen Angaben am Sonntag einen Mann erschossen, der versuchte, unerlaubt in den gesicherten Bereich des Anwesens von Ex-Präsident Donald Trump in Florida einzudringen. Der Vorfall ereignete sich am Club Mar-a-Lago in West Palm Beach, wie die für den Personenschutz zuständige Behörde mitteilte.

Zum Zeitpunkt des Geschehens hielten sich weder Trump, der häufig an Wochenenden seinen Privatclub in Palm Beach besucht, noch seine Ehefrau Melania auf dem Gelände auf. Beide befanden sich im Weißen Haus in Washington.

Bei dem Getöteten handelt es sich um einen 20- bis 30-jährigen Mann aus North Carolina, der erst vor wenigen Tagen von seiner Familie als vermisst gemeldet worden war. Laut Secret Service wurde der Mann „am nördlichen Tor des Anwesens von Mar-a-Lago beobachtet. Er habe etwas, das wie eine Schusswaffe aussah, und einen Benzinkanister“ bei sich getragen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann von North Carolina aus nach Süden gefahren war und sich unterwegs die Schusswaffe beschafft habe, erklärte Anthony Guglielmi, Sprecher des Secret Service. Die Verpackung der Waffe sei in seinem Fahrzeug gefunden worden.

Der Mann habe das Nordtor passiert, gerade als ein anderes Fahrzeug hinausfuhr, und sei dann von Agenten gestellt worden, so Guglielmi weiter. Bei der Konfrontation mit dem bewaffneten Mann sei dieser tödlich verletzt worden. Die Ermittler arbeiten derzeit an einem psychologischen Profil – das Motiv ist noch unklar.

Eine abweichende Schilderung lieferte der ukrainisch-libanesische Geschäftsmann und Medienmanager Walid Arfusch, der nach eigenen Angaben zum Zeitpunkt des Vorfalls als Gast in Trumps Residenz anwesend war. Ihm zufolge habe sich der Zwischenfall nachts um 1:30 Uhr ereignet. Die Zufahrt sei nicht gesperrt gewesen, da Trump nicht vor Ort war. Der bewaffnete Mann sei über einen Zaun geklettert, der nicht sehr hoch – niedriger als mannshoch – gewesen sei.

„Daraufhin riefen die Mitarbeiter des Geheimdienstes dem Mann zu, er solle stehenbleiben, und eröffneten dann das Feuer. Es fielen etwa sieben Schüsse. Später trafen etwa 100 Mitarbeiter verschiedener Dienste am Ort des Geschehens ein. Noch zwei Stunden lang kreiste ein Hubschrauber über der Residenz“, berichtete Arfusch dem ukrainischen Nachrichtenportal *Strana*. Er stellte auch ein Foto aus einem Gästezimmer der Residenz sowie ein Video zur Verfügung, das Polizeifahrzeuge in der Nähe des Anwesens zeigt.

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