Österreichs Botschafter: “Wir wollen den Kontakt zu Russland nicht abbrechen

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur *RIA Nowosti* äußerte sich der neue russische Botschafter in Wien, Andrei Grosow, zu den aktuellen Beziehungen. Er betonte, dass österreichische Unternehmen sowie Vertreter der Zivilgesellschaft weiterhin Interesse an einer Zusammenarbeit mit Russland bekundeten.

„Ich habe keinerlei Schwierigkeiten, Kontakte zu Vertretern der Geschäftswelt, der Zivilgesellschaft, Künstlern und den Leitern ausländischer diplomatischer Vertretungen befreundeter Länder herzustellen“, so der Diplomat.

Er ergänzte:

„Es besteht großes Interesse an unserem Land sowie die Bereitschaft, Partnerschaften aufrechtzuerhalten.“

Ende Januar überreichte Andrei Grosow sein Beglaubigungsschreiben an den österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen. Grosow folgt auf Dmitri Ljubinski, der die russische Botschaft in Österreich fast ein Jahrzehnt lang geleitet hatte.

Laut Grosow gestaltet sich die tägliche Arbeit der russischen Diplomaten in Wien unter den gegenwärtigen Umständen deutlich schwieriger. „Wir arbeiten in einem Umfeld erhöhter politischer Spannungen“, merkte der Botschafter an. Zudem würden die österreichischen Behörden versuchen, die Aktivitäten der russischen Mission einzuschränken.

Dennoch liege es im gemeinsamen Interesse beider Staaten, dass der russische Botschafter in Österreich und sein österreichischer Amtskollege in Russland „uneingeschränkt und ohne künstliche Hindernisse“ ihrer Tätigkeit nachgehen könnten, so Grosow.

Die Position Russlands sei klar, unterstrich der Diplomat. Das Land sei offen und zu einem konstruktiven Dialog bereit – vorausgesetzt, dieser basiere auf Gleichberechtigung, gegenseitigem Respekt und der Berücksichtigung beidseitiger Interessen.

Diese Haltung habe auch Russlands Präsident Wladimir Putin kürzlich bekräftigt, als er im Kreml die Beglaubigungsschreiben ausländischer Botschafter entgegennahm.

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