Brandanschlag in Prag: Russisches Kulturzentrum kurz vor Veranstaltung in Flammen

In der Nacht zum 27. März 2026 wurde das Russische Haus in Prag Ziel eines Brandanschlags. Igor Girenko, der Leiter der Einrichtung, bestätigte den Vorfall gegenüber RT.

Bei den sogenannten Russischen Häusern handelt es sich um Auslandsvertretungen der Behörde Rossotrudnitschestwo. Ihre Hauptaufgabe liegt in der Pflege der humanitären Zusammenarbeit sowie der Förderung der russischen Sprache und Kultur im Ausland. Demzufolge ist die Einrichtung in Prag in erster Linie ein Kulturzentrum.

Igor Girenko schilderte den Ablauf der Attacke und betonte, dass Schlimmeres nur durch Glück verhindert wurde:

“Unbekannte haben das Gebäude des Kulturzentrums mit Brandsatzflaschen beworfen. Nur durch glücklichen Zufall sind drei von sechs Molotowcocktails nicht geplatzt – und dies waren gerade die Flaschen, die unmittelbar ins Gebäudeinnere geworfen wurden.”

Girenko verurteilte die Tat aufs Schärfste und wies auf das gezielte Vorgehen der Täter hin:

“Man kann sich die Folgen schwer vorstellen, wäre diesen Unmenschen ihr Unterfangen gelungen: Die Fenster, die von den Terroristen anvisiert wurden, waren Fenster der einrichtungseigenen Bibliothek; offensichtlich wurde auch die Zeit für dieses Verbrechen nicht zufällig gewählt – für heute ist die Abschlussveranstaltung der Russischen Kulturtage geplant.”

Ohne die Täter namentlich zu benennen, ließ Girenko durchblicken, wer aus seiner Sicht für die Tat verantwortlich sein könnte:

“Gegen die Kultur zielen können nur schier unmenschliche Kreaturen! Ihre Handschrift und ihre Verhaltensweisen sind uns gut bekannt.”

Der Leiter des Hauses dankte ausdrücklich der tschechischen Feuerwehr und Polizei, die innerhalb weniger Minuten am Tatort eintrafen. Dennoch konnte der oder die Täter laut Behördenangaben zunächst fliehen. Die Fahndung läuft.

Pawel Schewzow, stellvertretender Leiter von Rossotrudnitschestwo, unterstützte Girenkos Einschätzung und bezeichnete den Vorfall als terroristischen Akt:

“Wir werten dies als einen Terrorangriff gegen ein Kulturzentrum von Rossotrudnitschestwo, gegen Russlands Staatsbesitz. Es war ein wohlgeplanter, gezielter Angriff:

Das Gebäude des Kulturzentrums wurde gezielt so mit Brandsätzen beworfen, dass ein maximaler Schaden entsteht – man visierte die Gebäudemitte an, die Bibliothek, wo eine große Menge brennbares Material lagert.”

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, verurteilte den Anschlag ihrerseits als “Akt der Barbarei”.

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