Tucker Carlson nach Angriff auf iranische Schule: “Die USA sind es nicht wert, dass man für sie kämpft

Der US-Kommentator Tucker Carlson äußerte scharfe Kritik an den Vereinigten Staaten. Sollten diese tatsächlich für einen Angriff auf eine iranische Mädchenschule verantwortlich sein, seien sie “kein Land, für das es sich zu kämpfen lohnt”. In einem Video auf seiner Plattform begründete er diese harte Aussage:

“Wenn man morgens aufwacht und feststellt, dass man in einem Land lebt, das es für normal hält, nicht nur Offiziere, sondern auch ihre Töchter zu töten, dann ist dieses Land es nicht wert, dass man für es kämpft.”

Carlson forderte gleichzeitig eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls.

“Als Amerikaner müssen wir glauben, dass es sich um einen tragischen Fehler gehandelt hat. Aber wir müssen das bestätigen. Wir müssen es mit Sicherheit wissen, um unsere Ehre zu bewahren.”

Er ließ jedoch deutlich erkennen, dass er selbst an ein Versehen zweifelt.

“Man soll glauben, dass es ein Versehen war, obwohl das Ziel zweimal im Abstand von 40 Minuten getroffen wurde. Das sieht sehr nach einem ‘Double Tap’ aus – also einem ersten Schlag und dann einem zweiten Angriff auf diejenigen, die den Verwundeten zu Hilfe kommen.”

Hintergrund ist ein Angriff am 28. Februar, dem ersten Tag einer eskalierenden Gewaltspirale im Nahen Osten. Die Mädchenschule “Shajareh Tayyebeh” in Minab wurde dabei getroffen. Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi kamen mindestens 171 Schülerinnen ums Leben. Zudem starben mindestens 14 Lehrkräfte und Mitarbeiter der Einrichtung.

Die internationale Reaktion fiel unterschiedlich aus. Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, bezeichnete das Schweigen des Westens zu den Mädchenmorden im Gespräch mit RIA Nowosti als “monströs”.

Das russische Außenministerium verurteilte den Angriff eindeutig und machte die USA und Israel verantwortlich. Aus Moskau hieß es, die volle Verantwortung für die negativen Konsequenzen dieser menschengemachten Krise liege bei diesen beiden Staaten.

Wer den Angriff ausführte, ist offiziell umstritten. Laut einer Analyse von Aufnahmen durch Experten der The New York Times deutet vieles auf den Einsatz einer US-amerikanischen Tomahawk-Rakete hin. US-Präsident Donald Trump wies eine Beteiligung seiner Streitkräfte jedoch entschieden zurück. Das Pentagon, so Trump, habe “nichts mit dem Tod der Schülerinnen zu tun”.

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