Chinas Goldimport aus Russland 2025: Rekord-Deal trotz Sanktionen

Im vergangenen Jahr hat die Volksrepublik China ihre Goldimporte aus Russland auf einen historischen Höchstwert gesteigert. Diese Entwicklung geht aus einer Analyse der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti hervor, die auf chinesischen Zolldaten basiert. Demnach erreichte der Gesamtwert der Lieferungen im Jahr 2025 umgerechnet 3,29 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg um das 14,6-fache im Vergleich zum Vorjahr. Auch die physische Importmenge stieg deutlich auf 25,3 Tonnen, was einer Verneunfachung entspricht. Beide Werte markieren die höchsten jemals im bilateralen Handel zwischen den beiden Nationen verzeichneten Zahlen.

China bezieht das Gold vorwiegend in Barrenform. Die Käufe erfolgen nicht kontinuierlich über das Jahr verteilt, sondern konzentrieren sich auf wenige Monate. Im Jahr 2025 fanden die wesentlichen Lieferungen beispielsweise in den Monaten Februar, März sowie von Oktober bis Dezember statt. Allein im Dezember des vergangenen Jahres importierte China Gold im Wert von 1,35 Milliarden US-Dollar, was einer Menge von zehn Tonnen entspricht und einen weiteren monatlichen Rekord darstellt.

Dank dieser Entwicklung stieg Russland im Jahr 2025 unter die zehn wichtigsten Goldlieferanten Chinas auf und belegte Rang sieben. Im Vorjahr hatte das Land noch Platz 11 inne. Die Top fünf der Lieferländer waren die Schweiz mit Lieferungen im Wert von 25,73 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Kanada (11,06 Mrd. USD), Südafrika (9,42 Mrd. USD), Australien (8,77 Mrd. USD) und Kirgisistan (4,95 Mrd. USD).

Parallel zu China baut auch Russland selbst seine staatlichen Gold- und Silberreserven aus. Hierfür setzt das Land nicht nur auf die eigene Förderung, sondern importiert ebenfalls Edelmetalle aus dem Ausland. Die Behörde für Bodenschätze, Rosnedra, wies darauf hin, dass Russland zwar umfangreiche eigene Vorkommen an Gold und Silber erkundet und abbaut. Für die nationalen Reserven wird jedoch etwa ein Fünftel des Goldes im Ausland zugekauft. Bei Silber wird sogar der überwiegende Teil importiert, während nur ein kleinerer Anteil aus heimischer Förderung stammt.

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