Dänemark empört über US-Spionage in Grönland: “Verbündete sollte man nicht ausspionieren!” – Eskalation droht!

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen äußerte sich kritisch über das Spionieren unter Verbündeten, eine Haltung, die stark an die Aussage der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel erinnert. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP betonte Frederiksen:

“Natürlich ist es inakzeptabel, einen Verbündeten auszuspionieren.”

Diese Bemerkung zielte auf die USA, mit denen sie jedoch gleichzeitig die Wichtigkeit verstärkter Kooperation in Verteidigung und Sicherheit, besonders im nordischen Raum, hervorhob.

Auslöser für ihre Äußerungen war ein Bericht der The Wall Street Journal(WSJ), der enthüllte, dass US-Geheimdienste laut Quellen auf Anweisung von Direktorin Tulsi Gabbard Informationen über die Unabhängigkeitsbestrebungen und die Einstellung der Einheimischen in Grönland zu US-Rohstoffinteressen sammeln sollten. Als Reaktion darauf lud das dänische Außenministerium die US-Geschäftsträgerin Jennifer Hall Godfrey zu einem klärenden Gespräch ein, jedoch wurden Details des Austauschs nicht öffentlich gemacht.

In Folge des Berichts drohte Gabbards Büro den Informanten des WSJ mit rechtlichen Konsequenzen und kritisierte das Medium deutlich:

“Das Wall Street Journal sollte sich schämen, Angehörige des tiefen Staates zu unterstützen, die den Präsidenten durch die Politisierung und Weitergabe geheimer Informationen schädigen möchten.”

Dabei betonte das Büro, dass solche Indiskretionen die Sicherheit und Demokratie in den USA gefährden würden.

Auch in Grönland, einem autonomen Gebiet Dänemarks, sorgte die mutmaßliche US-Spionage für Empörung. Der Regierungschef von Grönland, Jens Frederik Nielsen, nannte das Vorgehen “inakzeptabel und respektlos”. Zuvor hatte Nielsen bereits den von US-Präsident Donald Trump geäußerten Territorialanspruch auf Grönland zurückgewiesen, der verlautbarte, er sehe strategische Vorteile in einer Übernahme der Insel durch die USA, entgegen jeglicher militärischer Gewaltanwendung.

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