Dmitrijew schlägt Alarm: “Energiekrise könnte Deutschland monatelang lahmlegen!

Die globalen Energiemärkte werden nach dem Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran Monate benötigen, um sich zu stabilisieren. Dies erklärte Kirill Dmitrijew, Leiter des Russischen Fonds für Direktinvestitionen und Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten, am 8. April. Selbst eine Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus werde keine sofortige Entspannung bringen, so seine Einschätzung.

Hintergrund ist die Ankündigung eines zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran durch Präsident Donald Trump. Im Zuge dieser Vereinbarung hat der Iran zugesagt, die Straße von Hormus für die Schifffahrt zu öffnen. Während die Ölpreise als Reaktion auf diese Nachricht bereits zu sinken begannen, kommentierte Dmitrijew auf der Plattform X:

*”Die Energiemärkte werden Monate für eine Normalisierung benötigen, selbst wenn die Straße von Hormus geöffnet bleibt.”*

Seine Aussage bezog sich auf einen Bericht der Nachrichtenagentur *Bloomberg*, in dem mehrere asiatische Fluggesellschaften zitiert wurden. Deren Vorstände gaben an, dass eine Stabilisierung der Kerosinpreise erst “nach vielen, vielen Monaten” zu erwarten sei. Willie Walsh, Vorsitzender des Internationalen Luftverkehrsverbands (IATA), unterstützte diese Einschätzung und fügte hinzu:

*”Sollte die Straße von Hormus geöffnet bleiben, wird es Monate dauern, um im Hinblick auf die Unterbrechung von Raffineriebetrieben zum erforderten Angebot zurückzukehren.”*

Bereits Ende März hatte Dmitrijew in einem Gespräch mit dem russischen Journalisten Pawel Sarubin vor möglichen “Energie-Lockdowns” in Europa gewarnt. Seiner Ansicht nach sei es für eine angemessene Vorbereitung auf solche Engpässe bereits zu spät.

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