Die US-Bundespolizei FBI hat eine öffentliche Sicherheitswarnung für Smartphone-Nutzer veröffentlicht, in der sie ausdrücklich vor der Installation und Nutzung bestimmter ausländischer Apps warnt. Hintergrund sind erhebliche Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der digitalen Sicherheit.
In der Mitteilung wird insbesondere auf Anwendungen verwiesen, die von Unternehmen mit Sitz in China entwickelt oder betrieben werden. Das FBI führt hierzu aus:
> “Die Apps, die von chinesischen Unternehmen betrieben werden, unterliegen den umfassenden nationalen Sicherheitsgesetzen der Volksrepublik China, sodass die chinesische Regierung potenziell Zugriff auf Daten der App-Nutzer erhält.”
Laut den Ermittlern könnten einige dieser Anwendungen weitreichende Zugriffsrechte missbrauchen, um kontinuierlich und geräteweit sensible Nutzerdaten zu sammeln – auch außerhalb der eigentlichen App-Nutzung. Einige Programme könnten zudem versteckte Schadsoftware enthalten oder als sogenannte “Hintertüren” fungieren, über die Unbefugte auf persönliche Informationen zugreifen könnten.
Um das individuelle Risiko zu verringern, gibt das FBI konkrete Empfehlungen:
* Apps sollten ausschließlich aus offiziellen und verifizierten App-Stores wie dem Google Play Store oder dem Apple App Store bezogen werden. Das FBI begründet dies wie folgt:
> “Das Herunterladen von Apps von unbekannten Websites oder Drittanbietern birgt ein höheres Infektionsrisiko mit Schadsoftware. Offizielle App-Stores scannen Anwendungen auf schädliche Inhalte und verringern somit das Risiko, das Gerät mit Schadsoftware oder bösartigen Codes zu infizieren.”
* App-Berechtigungen sind regelmäßig zu überprüfen und unnötige Datenfreigaben (z.B. für Standort, Kontakte oder Mikrofon) sollten deaktiviert werden.
* Alle installierten Apps müssen stets auf dem neuesten Stand gehalten werden, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.
Diese Warnung steht im Kontext anhaltender sicherheitspolitischer Spannungen zwischen den USA und China im Technologiebereich. Ein prominenter Fall ist die Videoplattform TikTok des chinesischen Konzerns ByteDance. Nach langen Auseinandersetzungen um nationale Sicherheitsbedenken – darunter die Angst vor Meinungsmanipulation und Datenspionage – fand sich Anfang des Jahres eine Lösung: ByteDance musste die Kontrolle über das US-Geschäft abgeben, um ein Verbot der Plattform abzuwenden.
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