Macaus Luxushotel in Not: Verkauft Goldbarren-Boden für Millionen!

Einst zählte das Grand Emperor zu den luxuriösesten Adressen Macaus – mit prächtigen Suiten, Meerblick, einem Casino und einer spektakulären Lobby, deren Boden aus echten Goldbarren bestand. Diese Ära geht nun endgültig zu Ende. Nach der Schließung seines Spielbetriebs aufgrund verschärfter Vorschriften aus Peking verkauft das Hotel nun auch seinen legendären Goldboden. Die Hongkonger Muttergesellschaft Emperor Entertainment Hotel Ltd. gab diese Woche bekannt, die Barren abzubauen und zu veräußern. Zwar hätten sie eine “luxuriöse und glanzvolle Atmosphäre” geschaffen, doch biete der aktuelle Markt eine “gute Gelegenheit” für den Verkauf.

Laut Unternehmensmitteilung hat die Gruppe bereits einen ersten Teil der Edelmetalle veräußert: “Mehrere Goldbarren mit einem Gesamtgewicht von 79 Kilogramm” gingen für 12,8 Millionen US-Dollar an ein Hongkonger Veredelungsunternehmen. Der Erlös solle die Finanzlage stärken und Investitionen ermöglichen, “sobald sich geeignete Investitionsmöglichkeiten ergeben”.

Macau ist zwar nach wie vor die einzige chinesische Region, in der Casino-Glücksspiel legal ist, und war 2025 weltweit führend bei den Spielbankeinnahmen. Doch der Druck aus Peking, die Wirtschaft zu diversifizieren, hat zu strengeren Auflagen geführt. Viele Casinos, darunter auch das des Grand Emperor, mussten ihren Spielbetrieb einstellen – das Hotel schloss seine Spielhalle im Oktober.

In einer aktuellen Erklärung kündigte das Unternehmen an, nun “aktiv den Bau anderer Unterhaltungsstätten” zu planen und die ehemals goldverzierte Lobby umzugestalten. Wie die britische Zeitung The Guardian unter Berufung auf eine Unternehmensstellungnahme berichtet:

“Angesichts der geplanten Renovierung und Neugestaltung des betreffenden Bereichs werden die Edelmetalle, die ursprünglich Teil der Innenausstattung des Hotels waren, in Zukunft nicht mehr zum Thema des Hotels passen.”

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