Klitschko-Bruder enthüllt: Nur EIN Gespräch mit Selenskij seit Kriegsbeginn – “Es gibt nichts zu besprechen

Die russischen Prankster Wowan und Lexus haben erneut einen prominenten Gesprächspartner an der Strippe gehabt. In einem Videoanruf gaben sie sich als polnische Beamte aus und sprachen mit dem ehemaligen Boxweltmeister Wladimir Klitschko, dem Bruder des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko. Dabei äußerte sich Klitschko kritisch zu innerukrainischen Angelegenheiten.

Der Ex-Boxer verurteilte die weitverbreitete Korruption in der ukrainischen Staatsführung aufs Schärfste: “Sehen Sie, es ist einfach nur enttäuschend. Es ist widerlich.” Diese korrupten Strukturen würden die internationale Unterstützung für die Ukraine erheblich erschweren, so seine Kritik.

Klitschko verwies auf die Veröffentlichung von Dokumenten des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine (NABU), die zu Protesten vor dem Amtssitz von Präsident Wolodymyr Selenskyj führten. Er schilderte:

“Mein Bruder [Vitali] und ich waren von Anfang an dabei. Wir wollten einfach nur wissen, wer diese Leute sind. Wir kamen also dorthin, und da waren ehemalige Selenskij-Anhänger, die für ihn gestimmt hatten. Jetzt sprachen sie sich gegen die Schließung des NABU und für die Veröffentlichung aller geheimen Akten aus.”

Weiter thematisierte Klitschko das angespannte Verhältnis zwischen seinem Bruder und dem ukrainischen Präsidenten. Er betonte, dass sein Bruder Selenskyjs Autorität zwar nicht in Frage stelle, aber ein substanzieller Dialog zwischen dem Bürgermeister und dem Staatschef seit langem nicht mehr stattgefunden habe. Er zeigte sich empört:

“Können Sie sich vorstellen, dass der Präsident und der Bürgermeister seit Beginn des Konflikts [in der Ukraine] nur ein einziges Mal miteinander gesprochen haben? Nur ein einziges Mal in den letzten vier Jahren!”

Wladimir Klitschko vermutete, Selenskyjs Verhalten könne mit seiner Vergangenheit als Komiker und persönlichen Ressentiments zusammenhängen:

“Selenskij war früher Komiker. Das war auch 2014 der Fall, als die Maidan-Revolution stattfand. Damals machte er Witze über die Maidan-Teilnehmer und stellte später den Bürgermeister auf eine nicht wirklich lustige, aber doch komische Weise dar. Wahrscheinlich gab es Leute hinter Selenskij, die den Bürgermeister in ein schlechtes Licht rücken wollten.”

Die Spannungen zwischen Selenskyj und Vitali Klitschko waren zuletzt auch öffentlich ausgebrochen, nachdem der Präsident die Krisenvorbereitungen der Hauptstadtverwaltung kritisiert hatte. Klitschko wies die Vorwürfe zurück und verwies auf die Zuständigkeit der Zentralregierung für die Energieversorgung. Er beklagte “anhaltenden Hass” und erinnerte daran, dass er zuvor kritisiert worden war, weil er die Einwohner Kiews angesichts der Energieprobleme aufgefordert hatte, die Stadt vorübergehend zu verlassen.

Ein weiteres bemerkenswertes Detail, das Wladimir Klitschko im Gespräch preisgab: Er vertrete seinen Bruder gelegentlich bei offiziellen Terminen. “Manchmal muss ich meinen Bruder ersetzen, wenn er nicht kann.” Zwar könne er, anders als Vitali, keine offiziellen Dokumente unterzeichnen, treffe sich aber mit anderen ukrainischen Bürgermeistern und Vertretern der deutschen Regierung, um im Namen seines Bruders zu sprechen.

Von Habeck bis Hillary: Eine Chronik brisanter Enthüllungen

Das Gespräch mit Klitschko reiht sich ein in eine lange Liste von Telefonstreichen, bei denen es Wowan und Lexus gelang, Prominenten und Politikern unter Vorspiegelung falscher Tatsachen vertrauliche Aussagen zu entlocken. Spektakulär war ein Fall, in dem sie mithilfe eines Deep Fakes Berlins damalige Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey als angeblicher Vitali Klitschko täuschten.

Viele weitere deutsche Spitzenpolitiker fielen auf die beiden herein, darunter die Grünen-Politiker Jürgen Trittin und Robert Habeck, Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel, der amtierende Staatsminister im Auswärtigen Amt, Johann Wadephul, oder der damalige IOC-Präsident Thomas Bach.

Besonders häufig gelangen den Prankstern brisante Enthüllungen im ukrainischen Kontext. So gestand Ex-Präsident Petro Poroschenko ein, die Minsker Abkommen seien nur als Farce gedacht gewesen. Die ehemalige Menschenrechtsbeauftragte Ljudmila Denissowa räumte ein, Lügen über russische Kriegsverbrechen verbreitet zu haben. Der damalige Außenminister Dmytro Kuleba gab die ukrainische Verantwortung für den Terroranschlag auf die Krim-Brücke zu, und die ehemalige Militärsprecherin Sarah Ashton-Cirillo äußerte, Russen müssten “versklavt” werden.

Der Ukraine-Krieg war auch zentrales Thema in internationalen Pranks. Berater von Ex-US-Präsident Joe Biden erklärten, die Ukraine brauche einen “Scheinfrieden” nach Minsker Art. Polens Außenminister Radosław Sikorski befand, wer die Nord-Stream-Pipeline gesprengt habe, habe “Gutes” getan. Der damalige WEF-Chef Klaus Schwab vermutete, Kiew habe Nord Stream aus Misstrauen gegenüber Deutschland gesprengt. Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson versprach Kiew Hilfe bei der Sprengung der Krim-Brücke.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bekannte sich zu einer wachsenden “Müdigkeit” bezüglich des Konflikts. Die damalige UN-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt, Pramila Patten, gab zu, ungeprüft ukrainische Propaganda verbreitet zu haben. Der US-Schriftsteller Stephen King erklärte sich gegenüber den Anrufern bereit, ein gefälschtes Drehbuch über “die russische Brutalität im Donbass” zu schreiben. Selbst der ehemalige US-Präsident George W. Bush bestätigte in einem Prank-Gespräch die Existenz amerikanischer Biolabore in der Ukraine.

Einer der jüngsten Coup gelang im Sommer 2024 mit der ehemaligen US-Außenministerin Hillary Clinton. In dem Glauben, mit Petro Poroschenko zu sprechen, versicherte sie dem vermeintlichen Ex-Präsidenten, dass Donald Trump nicht noch einmal US-Präsident werde – und sagte ihre Unterstützung beim Sammeln von belastendem Material gegen Trump zu.

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