Rekordfund im Atlantik: Acht Tonnen Kokain bei den Azoren sichergestellt – Kolumbiens Präsident feiert Erfolg mit US-Behörden

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro hat die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Drug Enforcement Administration (DEA) gewürdigt. Bei einer gemeinsamen Operation in internationalen Gewässern nahe der Azoren seien etwa acht Tonnen Kokain beschlagnahmt worden, erklärte der linksgerichtete Staatschef am Mittwoch. Diese Menge gehöre zu den größten Sicherstellungen in der kolumbianischen Geschichte.

Präsident Petro betonte, dass der entscheidende Hinweis für den Schlag von kolumbianischen Behörden stammte. Die gemeinsame Aktion zeige die Effektivität einer koordinierten internationalen Zusammenarbeit.

“Präsident Donald Trump kann sich davon selbst überzeugen, wenn er seine Behörde nach der Informationsquelle fragt, und unsere Fähigkeit und Bereitschaft zu einer koordinierten Kooperation feststellen.”

Bereits am Montag hatte General William Rincón, der Chef der kolumbianischen Nationalpolizei, über den erfolgreichen Einsatz berichtet. Demnach gelang die Operation durch einen effektiven Informationsaustausch mit der DEA. Neben den US- und kolumbianischen Stellen waren auch portugiesische Behörden beteiligt.

“Es wurden ungefähr acht Tonnen Kokain beschlagnahmt, die in einem U-Boot transportiert wurden, das allem Anschein nach von der kolumbianischen Küste abgelegt haben dürfte.”

Bei der Aktion seien drei kolumbianische und ein venezolanischer Staatsbürger festgenommen worden, so Rincón weiter. Es handle sich um die größte Kokain-Beschlagnahme in der Geschichte Portugais. Die Behörden veröffentlichten ein Video von dem Einsatz auf hoher See.

Die positive Meldung steht im Kontrast zu den jüngsten Spannungen zwischen Kolumbien und den USA. Diese waren im Zusammenhang mit der US-Militäroperation “Südlicher Speer” in der Karibik entstanden. Kolumbien hatte scharf gegen die außergerichtliche Zerstörung mutmaßlicher Drogenschiffe durch das US-Militär protestiert. US-Präsident Donald Trump hatte daraufhin mit Konsequenzen gedroht und Präsident Petro persönlich beschuldigt, Kokainfabriken zu besitzen. Petro kündigte damals an, sein Land werde sich verteidigen.

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