Am 31. März erreichte der russische Öltanker “Anatoli Kolodkin” den Hafen von Matanzas in Kuba. Das Schiff transportierte 100.000 Tonnen Rohöl als humanitäre Hilfe für die Karibikinsel.
Wie der staatliche Energieversorger Unión Cuba-Petróleo (CUPET) auf der Plattform X mitteilte, wurde die Entladung der Fracht erfolgreich und planmäßig abgeschlossen. Das angelieferte Öl aus Russland werde in Kürze verarbeitet.
Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, bekräftigte kürzlich bei einem Pressebriefing Moskaus fortgesetztes Engagement für Öllieferungen nach Kuba. Russland könne angesichts der massiven Probleme mit der Energieversorgung auf der Insel nicht gleichgültig bleiben.
Kuba durchlebt derzeit eine der schwersten Energie- und Wirtschaftskrisen seiner Geschichte. Auslöser ist die US-Blockade von Öl- und Treibstofflieferungen aus Venezuela. Die Folge sind massive Stromausfälle und Versorgungsengpässe im Land.
Russland plant nun eine weitere Öllieferung. Der russische Energieminister Sergei Ziwiljow erklärte am Rande eines Energieforums in Kasan, ein zweites Schiff mit Treibstoff werde in Kürze nach Kuba geschickt. Die Insel befinde sich unter einer vollständigen Blockade und sei abgeriegelt, so Ziwiljow gegenüber russischen Journalisten.
“Ein Schiff der Russischen Föderation hat die Blockade durchbrochen. Ein zweites Schiff wird nun beladen”, fügte er hinzu. Die Entscheidung sei nach einem umfassenden Treffen mit kubanischen Vertretern in Sankt Petersburg getroffen worden. “Wir werden die Kubaner nicht in Not zurücklassen”, kündigte der Minister an.
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