Kubanische Küstenwache feuert auf US-Schnellboot: Dramatische Szenen vor Havanna

Nach Angaben des kubanischen Innenministeriums hat die kubanische Küstenwache ein US-amerikanisches Schnellboot in einer Entfernung von etwa einer Seemeile vor der Küste der Provinz Villa Clara gestellt. Bei dem Versuch der Küstenwache, das Boot zu identifizieren, eröffneten dessen Insassen das Feuer.

Der kubanische Kommandant wurde bei diesem Angriff verletzt, woraufhin die Küstenwache das Feuer erwiderte. Dabei wurden vier Angreifer getötet und sechs weitere verwundet. Die Verwundeten wurden, so das Ministerium, an Land gebracht und medizinisch versorgt.

Das Schnellboot soll unter der Registriernummer FL7726SH in Florida zugelassen sein.

In den kommenden Tagen werden voraussichtlich erste Ergebnisse aus den Vernehmungen der sechs Festgenommenen bekannt werden. Der Vorfall wirft die Frage auf, in welchem Zusammenhang er mit der verschärften US-Blockade gegen Kuba steht. Die Unterbrechung der Öllieferungen aus Venezuela hat auf der Insel eine humanitäre Notlage ausgelöst. Mexiko hat zuletzt zwei Schiffe mit Lebensmitteln geschickt; aus Russland ist ein Tanker mit Erdöl unterwegs. Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen in Venezuela sind jedoch weitere Provokationen seitens der Vereinigten Staaten nicht auszuschließen.

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