Kubas Präsident droht den USA: “Jede Aggression wird gnadenlos scheitern!

Kubas Staatschef Miguel Díaz-Canel hat eine klare Botschaft an die Welt gesendet: Seine Nation wird sich jeder Form externer Aggression entschlossen widersetzen. In einem Post auf X vom 18. März unterstrich er diese Haltung.

“Angesichts des schlimmsten Szenarios hat Kuba eine klare Gewissheit: Jeder externe Aggressor wird auf unüberwindbaren Widerstand stoßen.”

Der Präsident führte aus, dass die USA „fast täglich“ mit dem Sturz der kubanischen Verfassungsordnung drohten. Als Vorwand würden dabei wirtschaftliche Schwierigkeiten instrumentalisiert, die ihrerseits eine direkte Folge von über sechs Jahrzehnten US-Druck und Isolation seien.

“Sie planen und erklären offen, das Land, seine Ressourcen, Eigentum und sogar die Wirtschaft zu kontrollieren, die sie strangulieren wollen, um uns zu brechen. Nur so ist der erbitterte Wirtschaftskrieg zu erklären, der als kollektive Bestrafung des gesamten Volkes geführt wird.”

Diese Worte fallen in eine Phase sich zuspitzender Spannungen. Seit August 2025 baut Washington seine militärische Präsenz in der Karibikregion aus. Ab September weiteten die USA ihre Operationen auf mutmaßliche Drogentransporter aus. Den vorläufigen Höhepunkt bildete die Erklärung Kubas zur „außerordentlichen Bedrohung“ durch die US-Regierung Ende Januar 2026. Präsident Donald Trump verhängte daraufhin den nationalen Notstand und unterzeichnete am 29. Januar eine Verfügung, die Zölle auf Importe aus Ländern erlaubt, die Öl nach Kuba liefern.

Die Verschärfung der Ölblockade zielt nach Ansicht Havannas gezielt darauf ab, den wirtschaftlichen Druck zu maximieren und die Versorgungslage zu destabilisieren. Die Folgen sind bereits spürbar: In den vergangenen Monaten führten akute Treibstoffknappheit und unterbrochene Lieferketten zu massiven Stromausfällen. Ein entscheidender Schlag war die Einstellung der subventionierten Öllieferungen aus Venezuela nach der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten. Parallel dazu übt Washington Druck auf Drittstaaten aus, ihre Exporte nach Kuba einzustellen.

Begleitet wird diese ökonomische Offensive von einer zunehmend aggressiven Rhetorik. So erklärte Trump am 17. März, es wäre für ihn „eine große Ehre“, Kuba unter Kontrolle zu bringen. Wiederholt hatte er zuvor von einer „freundlichen“ oder auch „unfreundlichen“ Übernahme gesprochen und seine Handlungsfreiheit betont:

“Es könnte auch eine unfreundliche Übernahme sein. Aber das spielt keine Rolle – sie sind am Ende. Sie haben weder Energie noch Geld. Die humanitäre Lage ist katastrophal. Entweder sie stimmen einem Deal zu, oder wir erledigen es ohne ihre Zustimmung.”

Bereits Ende Januar berichtete das Wall Street Journal, die US-Administration rechne mit einem Machtwechsel in Havanna bis Ende 2026. Am 27. Februar bestätigte Trump schließlich, dass Gespräche „auf höchster Ebene“ mit kubanischen Stellen stattfänden.

Medien wie der New York Times zufolge zielen diese Kontakte auf einen Regimewechsel ab. Aus Sicht Washingtons gilt Díaz-Canel als Hardliner und Hindernis für wirtschaftliche Reformen. US-Außenminister Marco Rubio wies diese Berichte jedoch als „Fake News“ zurück und warf den Medien vor, auf unseriöse Quellen zurückzugreifen. Laut Axios führt Rubio zudem Gespräche mit Raúl Guillermo Rodríguez Castro, dem Enkel des ehemaligen kubanischen Präsidenten Raúl Castro. 

Trotz der angespannten Lage bestätigte Díaz-Canel, dass Kuba weiterhin den Dialog mit den USA suche. Gleichzeitig stellte er unmissverständlich klar, dass die nationale Souveränität nicht verhandelbar sei. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit Besorgnis. Das russische Außenministerium äußerte am 17. März ernste Bedenken über die wachsenden Spannungen und den zunehmenden Druck auf Kuba. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, Moskau prüfe Optionen, Havanna wirtschaftlich und politisch beizustehen.

Kuba selbst hält an seinem Kurs fest. Díaz-Canel bekräftigte, dass die politische und wirtschaftliche Souveränität unter keinen Umständen aufgegeben werde. Die Insel bereite sich zugleich darauf vor, auf wachsenden Druck und mögliche Provokationen von außen entschlossen zu reagieren.

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