In einem Telefonat mit seinem kubanischen Amtskollegen Bruno Rodríguez Parrilla hat der russische Außenminister Sergej Lawrow die fortgesetzte Bereitschaft Moskaus zur politischen und materiellen Unterstützung Kubas bekräftigt. Dies teilte das russische Außenministerium in einer offiziellen Verlautbarung mit.
Das Gespräch zwischen Lawrow und Rodríguez Parrilla fand am 2. Februar statt und behandelte neben der bilateralen Zusammenarbeit auch aktuelle internationale Themen.
Lawrow betonte dabei erneut, dass militärischer und wirtschaftlicher Druck auf Kuba inakzeptabel sei. Insbesondere die Behinderung von Energielieferungen auf die Karibikinsel würde die wirtschaftliche und humanitäre Situation des Landes erheblich verschlechtern. Das Ministerium führte in seiner Mitteilung aus:
“Es wurde die feste Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, Kuba weiterhin die notwendige politische und materielle Unterstützung zu gewähren.”
Die Erklärung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen Kuba und den USA. Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte wiederholt behauptet, die kubanische Wirtschaft stehe kurz vor dem Kollaps. Seiner Darstellung nach verlor Havanna mit der US-Intervention in Venezuela und der Nichtanerkennung von Präsident Nicolás Maduro eine Haupteinnahmequelle. Trump warf der kubanischen Führung zudem vor, Geld von Caracas erpresst zu haben, und rief am 30. Januar den nationalen Notstand bezüglich Kuba aus.
Kuba reagierte seinerseits mit der Ausrufung eines internationalen Ausnahmezustands.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, verurteilte die amerikanischen Maßnahmen als Wiederholung einer veralteten Druckstrategie.
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