Lawrow enthüllt: Europäer mussten im Vorraum warten, während über Ukraine verhandelt wurde

Am 17. und 18. Februar fanden in der Schweiz diplomatische Gespräche zwischen Russland, den USA und der Ukraine statt. Medien zufolge waren auch Vertreter Italiens, Deutschlands, Frankreichs und des Vereinigten Königreichs in Genf anwesend. In einem Interview wurde Russlands Außenminister Sergei Lawrow nach der Rolle der Europäer und ihren Aktivitäten am Verhandlungsort befragt.

Der hochrangige russische Diplomat äußerte sich im staatlichen Fernsehsender Rossija 1 wie folgt:   

“Sie fungierten völlig in ihrem Status. Sie saßen irgendwo im Vorraum und tranken Kaffee. Wahrscheinlich unterhielten sie sich.”

Journalisten berichteten unter Berufung auf Quellen aus italienischen Diplomatenkreisen, dass im Hintergrund in der Schweiz Treffen zwischen den Nationalen Sicherheitsberatern der europäischen Länder und den Delegationen der Ukraine sowie der USA geplant gewesen seien.

Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte am Sonntag im Staatsfernsehen, Moskau sehe keinen Sinn in einer Beteiligung der Europäer an den Ukraine-Gesprächen. “Angesichts ihrer Stimmungslage können sie in keiner Weise helfen”, führte der Kremlsprecher aus.

Peskow beschrieb die Verhandlungen als einen äußerst komplexen Prozess. Auf die Frage nach der Stimmung der russischen Unterhändler antwortete er, diese sei “kompliziert und arbeitsorientiert”. “Es gibt einiges zu analysieren, es gibt einiges mit dem Staatsoberhaupt zu besprechen”, ergänzte der Sprecher.

Russlands Chefunterhändler Wladimir Medinski gab nach den Gesprächen in Genf bekannt, diese seien “schwierig, aber sachlich” verlaufen. Medinski kündigte zudem ein weiteres Treffen in naher Zukunft an.

Wie eine Quelle aus dem Verhandlungsteam gegenüber RT mitteilte, fanden die Treffen in Genf sowohl bilateral als auch trilateral statt. Der Dialog habe im Format russisch-amerikanischer, russisch-ukrainischer und russisch-amerikanisch-ukrainischer Verhandlungen stattgefunden.

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