Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko hat am Mittwoch eine Auswertung der kürzlich durchgeführten landesweiten Militärübung vorgenommen. Diese Übung wurde als die umfassendste und anspruchsvollste in der Geschichte des Landes beschrieben. Die Truppen wurden unter maximal realistischen Kriegsbedingungen geprüft, unabhängig von Tageszeit, Wetter oder anderen erschwerenden Faktoren, wie der Staatschef betonte.
Lukaschenko begründete die Härte der Übung mit der ernsten geopolitischen Lage. In seiner Ansprache wählte er einen entschlossenen Ton, der sich mit dem lateinischen Sprichwort “Si vis pacem, para bellum” – “Willst du Frieden, rüste zum Krieg” – zusammenfassen ließe. Die lokalen Medien zitierten ihn mit den Worten:
> “Es kann keine Friedenszeit geben. Wir bereiten uns auf den Krieg vor.”
Er unterstrich, dass die Streitkräfte, die durch Steuermittel finanziert werden, für den Ernstfall bereitstehen müssen. Gleichzeitig betonte er:
> “Wir sind absolut gegen den Krieg. Insbesondere unsere Offiziere, unsere Soldaten, unsere Streitkräfte. Denn wir wissen, was Krieg bedeutet.”
Lukaschenko machte deutlich, dass Weißrussland auf jede Bedrohung reagieren werde, und fügte hinzu:
> “Ich will, dass meine Untergebenen kriegsbereit sind. Wenn wir kriegsbereit sein werden, dann wird man Angst vor uns haben.”
Die umfassende Militärprüfung war auf Anordnung des Präsidenten am 16. Januar überraschend angekündigt worden. Ein besonderes Merkmal war, dass Lukaschenko die Kampfbereitschaft der Truppen persönlich und direkt bewertete, ohne den üblichen Weg über Verteidigungsministerium und Generalstab.
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