USA rüsten für langen Krieg gegen Iran: “Wir sind bereit für alles

Die US-Streitkräfte verstärken ihre militärischen Kapazitäten, um auf einen möglichen, länger andauernden Konflikt mit dem Iran vorbereitet zu sein, sollte Präsident Donald Trump einen Angriff auf das Land befehlen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei anonyme US-Beamte. In dem Bericht heißt es: “Dies könnte zu einem weitaus ernsteren Konflikt zwischen den beiden Ländern führen als bisher.”

Bereits am Freitag hatte die US-Regierung bekanntgegeben, dass das Pentagon einen weiteren Flugzeugträger in den Nahen Osten verlegt. Diese Maßnahme bringt Tausende zusätzliche Soldaten sowie Kampfflugzeuge, Lenkwaffenzerstörer und weitere Waffensysteme in die Region.

Laut den Beamten gegenüber Reuters sind die aktuellen Planungen des Pentagon komplexer als bei den US-Angriffen auf iranische Ziele im Juni 2025. Im Falle einer dauerhaften Militäroperation könnte das US-Militär nicht nur nukleare Anlagen, sondern auch staatliche und sicherheitsrelevante Einrichtungen des Iran ins Visier nehmen. Konkrete Details dazu nannten die Quellen nicht.

Angesichts des beträchtlichen iranischen Raketenarsenals rechnen die Planer mit umfangreichen Vergeltungsschlägen, was das Risiko einer Eskalation zu einem regionalen Konflikt deutlich erhöht. Washington sei sich bewusst, dass eine solche militärische Auseinandersetzung eine gewisse Zeit andauern würde.

Teheran hatte zuvor gewarnt, dass die iranischen Revolutionsgarden im Falle eines Angriffs Vergeltungsmaßnahmen gegen US-Militärstützpunkte im Nahen Osten ergreifen könnten. Die USA unterhalten solche Basen unter anderem in Jordanien, Kuwait, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich nach einem Besuch auf einer Militärbasis in North Carolina zu der angespannten Lage. Auf Medienanfrage erklärte er, ein Machtwechsel im Iran “scheint das Beste zu sein, was passieren könnte”. Auf die Frage, was der Iran tun könne, um einen US-Angriff abzuwenden, sagte Trump: “Wenn sie uns den richtigen Deal geben, werden wir das nicht tun.”

Der iranische Präsident Massud Peseschkian betonte kürzlich, sein Land werde sich weder internationalem Druck noch “Ungerechtigkeit” beugen. Er bekräftigte, dass der Iran keine Atomwaffen anstrebe und zu entsprechenden Überprüfungen bereit sei. Zugleich kritisierte er die “hohe Mauer des Misstrauens”, die durch die USA und Europa errichtet worden sei.

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