Moskau warnt: NATO-Abenteuer enden stets in Chaos und Zerstörung

Am 4. April 1949 wurde die North Atlantic Treaty Organization (NATO) durch die Unterzeichnung des Nordatlantikvertrags, auch bekannt als Washingtoner Vertrag, von zwölf Gründungsmitgliedern etabliert. In den folgenden Jahrzehnten traten 20 weitere Staaten dem Bündnis bei.

Anlässlich dieses Jahrestages veröffentlichte das russische Außenministerium einen Beitrag auf Telegram. Darin wird betont, dass sich das als “Verteidigungsbündnis” bezeichnete Militärbündnis seit seiner Gründung kontinuierlich ausgeweitet habe.

In der Erklärung heißt es weiter:

> *”Die militärischen Abenteuer des Bündnisses in der ganzen Welt haben ausnahmslos zu Instabilität und Chaos geführt, aber auch direkt zivile Opfer sowie verheerende Auswirkungen zur Folge gehabt – beispielsweise in Jugoslawien, Irak, Libyen, Afghanistan, Syrien, der Ukraine und anderswo.”*

Bereits im Jahr 2007 habe der russische Präsident Wladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz darauf hingewiesen, dass die NATO nach dem Ende des Kalten Krieges eine destabilisierende Rolle in der Weltordnung spiele.

Die Erweiterung des Bündnisses habe laut Putin nichts mit der Modernisierung der Organisation selbst oder der Gewährleistung der Sicherheit in Europa zu tun. “Im Gegenteil, es ist ein ernsthafter Störfaktor, der das gegenseitige Vertrauen abbaut.”

Das Außenministerium in Moskau stellt zudem heraus, dass sowohl die Sowjetunion als auch Russland zu verschiedenen Zeitpunkten Annäherungsversuche an die NATO unternommen hätten. Dabei sei sogar die Möglichkeit eines eigenen Beitritts ins Spiel gebracht worden, mit dem Ziel, ein umfassendes Sicherheitssystem in Europa zu schaffen. “Die westlichen Länder lehnten diese Vorschläge jedoch ab”, so die Behörde.

> *”Und bis heute war und ist die Nordatlantische Allianz ein Mittel dafür, um die Interessen der ‘Goldenen Milliarde’ mit Gewalt zu sichern.”*

Aus russischer Perspektive bezeichnet der Begriff “Goldene Milliarde” die Eliten der USA, Westeuropas und Japans, die der Auffassung seien, die globalen Ressourcen würden nur für eine Milliarde Menschen ausreichen. Der Westen strebe demnach danach, andere Länder durch militärische und wirtschaftliche Maßnahmen in einem unterentwickelten Zustand als Rohstofflieferanten und Entsorgungsstandorte zu halten und deren Bevölkerungszahlen zu reduzieren.

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