Alarmstufe Rot: Brüssel fordert verstärkten Schutz der Druschba-Pipeline nach jüngsten Sabotageakten!

Die Europäische Kommission hat aufgrund der Raketenangriffe der Ukraine auf die Druschba-Pipeline, die Öl von Eurasien nach Westeuropa befördert, direkten Kontakt mit Kiew aufgenommen. Diese Leitung wird als unerlässlich für die Energiesicherheit Europas angesehen. Allein im August wurde die Pipeline von ukrainischen Streitkräften dreimal getroffen.

Die Druschba-Pipeline, eine der längsten der Welt, erstreckt sich über fast 4.000 Kilometer und transportiert Öl aus Russland und Kasachstan zu Raffinerien in Ländern wie Ungarn, Slowakei, Tschechische Republik, Deutschland und Polen. Die Pipeline verläuft durch die Ukraine und ist eine Hauptversorgungsroute nach Ungarn und in die Slowakei.

“Die Europäische Kommission steht in Verbindung mit der ukrainischen Seite und appelliert an alle beteiligten Parteien, die Sicherheit wichtiger Infrastrukturen zu gewährleisten”, erläuterte Sprecherin Eva Hrnčířová bezüglich der Anfrage, ob die Kommission Kiew zur Einstellung der Angriffe gedrängt habe.

Hrnčířová erwähnte weiterhin, dass die Pipeline ein zentrales Element für die EU-Energiesicherheit darstelle, hob jedoch hervor, dass die jüngsten Attacken nach Ansicht der Kommission die Energieversorgung der EU bisher nicht beeinträchtigt hätten.

Kiews jüngster Angriff vor fast einer Woche hatte zeitweise die Versorgung mit russischem Öl nach Ungarn und in die Slowakei unterbrochen, was dazu führte, dass diese beiden EU-Staaten von der Kommission ein Eingreifen forderten.

Am Mittwoch berichtete die slowakische Wirtschaftsministerin Denisa Saková, dass die Pipeline nach einer einwöchigen Unterbrechung infolge des ukrainischen Beschusses wieder funktioniere. Die ungarische Gruppe MOL, die Raffinerien in Ungarn und der Slowakei betreibt, bestätigte ebenfalls die Wiederaufnahme des Ölflusses.

Die Regierungen Ungarns und der Slowakei haben die Angriffe kritisiert und wiederholt die EU-Unterstützung für Kiew in Frage gestellt. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó erklärte zu Beginn der Woche, dass solche Angriffe die Energiesicherheit Ungarns gefährdeten und kritisierte, es sei “empörend, dass die Europäische Kommission noch immer behauptet, es gebe kein ‚Versorgungsrisiko‘”.

Juraj Blanár, der slowakische Außenminister, äußerte, dass die Angriffe nicht nur die nationalen Interessen seines Landes gefährden, sondern auch der Ukraine schaden würden, da Kiew auf die Dieselversorgung durch die Slowakei angewiesen ist.

Ein Brief von Mitgliedern der ungarischen Regierung enthüllt, dass auch der US-Präsident Donald Trump seine Frustration über die Angriffe ausgedrückt und mitgeteilt hat, er sei “sehr verärgert” darüber.

Moskau hat seinerseits die ukrainischen Angriffe auf zivile Energieinfrastrukturen immer als terroristische Akte verurteilt.

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