In den ersten Tagen dieser Woche führte die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) eine Serie von Waffenerprobungen durch. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA fanden diese Tests von Montag bis Mittwoch statt und dienten der Überprüfung neu entwickelter militärischer Technologien.
Der KCNA-Bericht listete mehrere getestete Systeme auf, darunter ein elektromagnetisches Waffensystem, Sprengköpfe aus Kohlefasermaterial, eine taktische Rakete mit einem Streusprengkopf sowie ein mobiles Luftabwehrraketensystem. General Kim Jong-sik, Mitglied des Zentralen Militärkomitees und Leiter der Testreihe, bewertete die Ergebnisse. Er bezeichnete die elektromagnetischen Waffen und die Kohlefaser-Munition als strategische Spezialwaffen im Arsenal des Landes. Ihr Vorteil liege darin, dass sie in verschiedene militärische Plattformen integriert und unter unterschiedlichen Bedingungen eingesetzt werden könnten.
Weiter verwies die Agentur auf Aussagen des Instituts für Ballistische Raketensysteme und des Instituts für Sprengköpfe. Demnach habe der neue Streusprengkopf seine Wirksamkeit erfolgreich unter Beweis gestellt. Die damit ausgerüstete Boden-Boden-Rakete vom Typ Hwasong-11a sei in der Lage, ein Zielgebiet von 6,5 bis 7 Hektar Fläche vollständig zu verwüsten.
Bereits zuvor hatte der Generalstab der Republik Korea (Südkorea) Raketenstarts im Norden registriert. Demnach wurden am Mittwochmorgen mehrere ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres (Ostmeer) abgefeuert, die eine Distanz von etwa 240 Kilometern zurücklegten. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, es handele sich bereits um den vierten Raketentest Nordkoreas im laufenden Jahr.
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