Ecuador und die Vereinigten Staaten haben am Mittwoch ein Abkommen unterzeichnet, das den Weg für die erste ständige FBI-Vertretung in dem südamerikanischen Land ebnet. Die Unterzeichnung des Memorandums fand in der Hauptstadt Quito in Anwesenheit hochrangiger ecuadorianischer Regierungsvertreter und US-amerikanischer Diplomaten statt.
An der Zeremonie nahmen unter anderem Ecuadors Vizepräsidentin María José Pinto und Innenminister John Reimberg teil. Auch Mitarbeiter des FBI waren zugegen. Wie die lokale Zeitung *La Hora* berichtete, sieht die Vereinbarung die Einrichtung einer dauerhaften FBI-Niederlassung vor, die eng mit der ecuadorianischen Polizei kooperieren soll.
Innenminister Reimberg bekräftigte, dass die operative Zusammenarbeit zwischen der Nationalpolizei und dem FBI “unverzüglich” aufgenommen werde und FBI-Agenten fortan “ständig” im Land präsent sein werden. Er betonte, das Büro sei Teil einer strategischen Allianz mit den USA im Kampf gegen grenzüberschreitende organisierte Kriminalität. Zu Kritikern, die in dem Schritt einen Angriff auf die nationale Souveränität sehen, sagte Reimberg:
> *”Das sind Menschen, die gegen die Sicherheit und für das Chaos sind.”*
Der Geschäftsträger der US-Botschaft in Quito, Lawrence Petroni, bezeichnete die Vereinbarung ebenfalls als eine “strategische und operative” Partnerschaft. Zwar habe das FBI auch in der Vergangenheit bereits mit ecuadorianischen Behörden in Ermittlungsfällen zusammengearbeitet, doch werde durch die Niederlassung nun eine ständige Präsenz formalisiert.
Das FBI unterhält nach eigenen Angaben ein globales Netzwerk von Büros und Verbindungsbeamten in strategisch wichtigen Städten weltweit. Diese Vertretungen koordinieren die Zusammenarbeit mit lokalen Polizei- und Sicherheitsbehörden und ermöglichen internationale Ermittlungen in mehr als 180 Ländern und Territorien.
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