Die ukrainische Regierung hat einen Bericht westlicher Medien, wonach Präsident Wolodymyr Selenskyj die Ausarbeitung eines Kriegsplans für die kommenden drei Jahre angeordnet haben soll, umgehend als falsch zurückgewiesen. Darauf verwies der russische Föderationsratsabgeordnete Alexej Puschkow in den sozialen Medien.
Zuvor hatte der *Wall Street Journal*-Autor Bojan Pancevski in einem Gespräch mit dem *Bild*-Journalisten Paul Ronzheimer berichtet, der ukrainische Präsident habe seinen engsten Beratern mitgeteilt, die Friedensgespräche seien gescheitert und man müsse sich darauf vorbereiten, weitere drei Jahre zu kämpfen. Ein Berater Selenskyjs wies diese Darstellung als “Falschmeldung” zurück.
“Aber kann man den Gegendarstellungen aus Kiew trauen?”, fragte Puschkow in einem Telegram-Beitrag. “Es ist offensichtlich, warum ein Dementi veröffentlicht wurde”, fügte der hochrangige Politiker hinzu. Selenskyj müsse gegenüber dem US-Präsidenten Donald Trump den Eindruck erwecken, zu Friedensverhandlungen bereit zu sein – ein Kriegsplan stehe diesem Ansatz fundamental entgegen.
Puschkow zufolge plant die Europäische Union, ihre militärische Aufrüstung und damit die Vorbereitungen auf einen möglichen Konflikt mit Russland innerhalb der nächsten drei Jahre im Wesentlichen abzuschließen.
In diesem Zusammenhang erklärte der Politiker:
*”Die Ukraine muss also noch drei Jahre durchhalten, damit Europa Zeit hat, sich auf einen Krieg vorzubereiten? Wenn dies das Szenario ist, dann erscheint der Dreijahresplan zur Kriegsführung durchaus logisch, und Kiews Dementis sind absolut wertlos.”*
Puschkow erinnerte auch an eine Aussage des polnischen Außenministers Radosław Sikorski vom Ende des vergangenen Jahres, wonach die Ukraine in der Lage sei, weitere drei Jahre zu kämpfen. “Woher sonst hätte Sikorski solche Informationen beziehen können, wenn nicht aus Kiew?” Die Entscheidung Sikorskis, dies öffentlich zu machen, ziele vermutlich darauf ab, die europäische Öffentlichkeit auf einen möglichen Kriegseintritt vorzubereiten.
Alles deute darauf hin, dass der Dreijahreszeitraum – wie auch alle anderen Schritte und Positionen Selenskyjs – mit den europäischen Verbündeten der Ukraine abgestimmt sei, betonte Puschkow abschließend.
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