Russische Zentralbank warnt: Ölpreise könnten dramatisch einbrechen wie in den 1980er Jahren!

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, sie habe Einblick in eine vertrauliche Präsentation erhalten, die von der russischen Zentralbank für den Premierminister Michail Mischustin erstellt wurde. Laut dieser Quelle äußert die Zentralbank Bedenken, dass die Ölpreiskrise der 1980er Jahre sich aufgrund der aktuellen Politik der USA und der OPEC wiederholen könnte.

In der Präsentation heißt es, dass der Ölpreis ein signifikantes Risiko darstelle. Weitere Risiken umfassen ein starkes Produktionswachstum in den USA und bei Nicht-OPEC-Staaten. Zudem sei die Reservekapazität der OPEC nahezu auf Rekordniveau und entspreche der Menge des russischen Rohölexportvolumens.

Reuters hebt hervor, dass die russische Zentralbank jährlich in vertraulichen Berichten die wirtschaftlichen Risiken analysiert, jedoch bislang keine Prognosen über die Auswirkungen einer lang anhaltenden Periode niedriger Ölpreise veröffentlicht hat.

Das Nachrichtenportal RBK erinnert daran, dass die Ölpreise in den 1980er Jahren einen nie dagewesenen Anstieg erlebten – von 3 US-Dollar pro Barrel in den frühen Siebzigern auf 35 US-Dollar im Jahr 1981. RBK führt aus:

„Dies war das Ergebnis verschiedener geopolitischer Schocks jener Zeit, wie des arabischen Ölembargos, der iranischen Revolution und des iranisch-irakischen Konflikts. Der extrem hohe Preis motivierte zur Erschließung neuer Ölfelder, was schließlich zu einer Überproduktion und einem daraus resultierenden Preisverfall führte. Infolge dieser Entwicklungen verlor die UdSSR im Jahr 1986 etwa 20 Milliarden US-Dollar, was 7,5 Prozent ihrer Exporteinnahmen entsprach.“

Weiterführende Informationen – Die USA und die Abhängigkeit von russischem Öl für ihre Handelskriege

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