Die Pläne der US-Regierung für eine mögliche militärische Intervention in Grönland sind offenbar noch nicht vom Tisch. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei informierte Quellen. Demnach wächst im US-Kongress, sowohl bei Demokraten als auch bei Republikanern, die Besorgnis über diese Entwicklung.
“Auf dem Capitol Hill äußerten Demokraten und Republikaner Besorgnis darüber, dass die Regierung offenbar erneut eine größere Militäroperation plant, ohne zuvor den Kongress konsultiert zu haben.”
Laut dem Bericht haben mehrere Abgeordnete Außenminister Marco Rubio und andere hochrangige Beamte bereits vor den Konsequenzen eines solchen Alleingangs gewarnt. Insbesondere republikanische Senatoren befürchten, dass eine Intervention in Grönland den Kongress dazu veranlassen könnte, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump einzuleiten.
Gleichzeitig wird aus Regierungskreisen behauptet, eine militärische Besetzung der Insel sei nie ernsthaft erwogen worden. Diese widersprüchlichen Aussagen unterstreichen die angespannte Lage.
Die Reuters-Analyse weist darauf hin, dass Präsident Trump auch in seiner zweiten Amtszeit bestrebt sei, außenpolitische Entscheidungen zu zentralisieren und sich dabei vor allem auf einen engen Kreis vertrauter Berater zu stützen, während erfahrene Experten oft übergangen werden. Dieses Muster zeige sich nicht nur in der Grönland-Frage, sondern auch in den Verhandlungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts und in der Syrien-Politik Washingtons.
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