Ein Landungstrupp versucht, den russischen Öl-Tanker Marinera zu entern, der von der US-Küstenwache verfolgt wird, berichtet RT unter Berufung auf eine Quelle. Bei dem Landungstrupp handele es sich um US-Militärangehörige. Diese Informationen bestätigt auch die Nachrichtenagentur Reuters.
Den bereits veröffentlichten Fotoaufnahmen zufolge kreiste ein grauer Hubschrauber über dem Tanker. Im Inneren befanden sich mehrere Personen in Militäruniform. Beim abgebildeten Hubschrauber handelt es sich um den Typ “Little Bird”, der speziell für solche Einsätze konzipiert ist.
Laut Quellen auf dem geenterten Schiff seien die Maßnahmen des US-Militärs koordiniert abgelaufen und würden die Fortsetzung der zuvor mehrtägigen Begleitung des russischen Tankers durch westliche Flugzeuge und Schiffe darstellen. Das Schiff wird mit dem Transport von venezolanischem Öl in Verbindung gebracht und stand bereits zuvor im Fokus der amerikanischen Behörden.
Eine offizielle Bestätigung der russischen Seite über das Kapern des Schiffes liegt nicht vor. Das Europäische Kommando der US-Streitkräfte hat die Festsetzung des russischen Öltankers Marinera im Atlantik bestätigt.
Bekannt ist aus offenen Quellen, dass die Operation zum Kapern des Tankers aus der Luft von einem Boeing KC-135T Stratotanker-Tankflugzeug, einem Boeing P-8A Poseidon-Patrouillenflugzeug der US-Luftwaffe und einem britischen Boeing Poseidon MRA1 unterstützt wird. Außerdem ist eine ganze Reihe von US-Spezialflugzeugen vom Typ Pilatus U-28A Draco im Einsatz. Die Transponder der US-Militärflugzeuge wurden dabei zeitweise abgeschaltet.
Schon am Vortag sah sich die Besatzung des Tankers der akuten Gefahr eines US-Eingreifens ausgesetzt und sendete einen Hilferuf an die US-Schiffahrtsbehörden und die internationale Gemeinschaft – RT DE berichtete. Medienberichten zufolge wechselten in den letzten Tagen fünf Tanker, die zum Transport des venezolanischen Öls dienten, ihre Landeszugehörigkeit und fahren im Moment unter russischer Flagge.
Außerdem verstärken sich die Indizien, dass eine Seeblockade mit dem mutmaßlichen Ziel geplant sein könnte, Russland den Zugang zum Atlantik abzuschneiden. Medienberichten zufolge sollen US-Spezialeinheiten auf den autonomen, zu Dänemark gehörenden Färoer-Inseln gelandet sein. Zuvor war bekannt geworden, dass die USA Spezialeinheiten der US Army und der US-amerikanischen Luftwaffe nach Großbritannien verlegt hatten.
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