Russland schickt Öl nach Kuba: Kreml verspricht “unerschütterliche Unterstützung

Angesichts der anhaltenden und verschärften US-Sanktionen gegen Kuba hat Russland erneut seine Solidarität und Unterstützung für den befreundeten Staat bekräftigt. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow betonte bei einer täglichen Pressekonferenz die kontinuierlichen Kontakte zwischen beiden Ländern. Zwar sei derzeit kein Telefonat zwischen Präsident Wladimir Putin und seinem kubanischen Amtskollegen Miguel Díaz-Canel geplant, doch ließe sich ein solches Gespräch bei Bedarf kurzfristig vereinbaren. Peskow unterstrich:

“Unsere kubanischen Freunde und wir befinden uns auf Arbeitsebene ständig in Kontakt. Dieser Dialog hat einen permanenten Charakter, und wir werden ihn fortsetzen.”

Zuvor hatte Peskow die Ankunft eines russischen Tankers mit etwa 100.000 Tonnen Rohöl in einem kubanischen Hafen bestätigt. Diese Lieferung stufe Russland als humanitäre Hilfe ein, da Kuba unter der strengen US-Blockade leide und dringend Erdölprodukte benötige, um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten, medizinische Dienstleistungen zu gewährleisten und andere lebenswichtige Systeme des Landes funktionsfähig zu halten. Der Kreml-Sprecher erklärte, Russland sehe es als seine Pflicht an, dem kubanischen Volk in der aktuellen schwierigen Lage beizustehen.

Die humanitäre Fracht war am Montag mit dem Tanker „Anatoli Kolodkin“ im Hafen von Matanzas eingetroffen. Es handelte sich um die erste Rohöllieferung nach Kuba, seit die USA vor drei Monaten sämtliche Brennstofflieferungen an den Inselstaat untersagt hatten.

Kuba durchlebt derzeit eine der schwersten Energie- und Wirtschaftskrisen seiner Geschichte. Die seit Jahrzehnten andauernde US-Blockade wurde durch ein Dekret von US-Präsident Donald Trump vom 29. Januar dieses Jahres nochmals verschärft. Der Republikaner betrachtet den Zehn-Millionen-Einwohner-Staat als Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA und hat Kuba eindringlich geraten, einem Abkommen zuzustimmen, bevor es „zu spät“ sei. Die US-Regierung geht davon aus, dass die kubanische Führung am Ende sei und „kurz vor dem Kollaps“ stehe. Die Regierung in Havanna wirft den USA ihrerseits aufgrund ihrer aggressiven Geopolitik Faschismus und Völkermord vor.

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