Ein heftiger Wintersturm hat den Nordosten der USA mit massiven Schneefällen und orkanartigen Böen teilweise zum Stillstand gebracht. Wie die Welt berichtet, waren am Montag knapp 400.000 Haushalte und Unternehmen ohne Strom, basierend auf Daten von PowerOutage.com. Für über 40 Millionen Menschen galt eine Blizzard-Warnung. Solche Schneestürme, die Windgeschwindigkeiten von mindestens 55 Kilometern pro Stunde erreichen, sind für die Region in dieser Jahreszeit zwar nicht ungewöhnlich, aber dennoch eine erhebliche Belastung.
In mehreren Bundesstaaten, darunter New York, New Jersey und Connecticut, türmte sich der Schnee über 30 Zentimeter hoch. Im New Yorker Central Park wurden laut dem Nachrichtensender CNN sogar mehr als 38 Zentimeter gemessen – der höchste Wert bei einem einzelnen Sturm seit über fünf Jahren. Der nasse, schwere Schnee in Verbindung mit starkem Wind führte zu umgestürzten Bäumen, beschädigten Stromleitungen und lokalen Überschwemmungen, insbesondere an der Küste von Massachusetts.
Die Behörden reagierten mit drastischen Maßnahmen. In New York City wurde ein Fahrverbot verhängt und Straßen, Highways sowie Brücken gesperrt; ausgenommen war nur der dringend notwendige Verkehr wie Rettungsdienste. Auch im benachbarten New Jersey galt ein ähnliches, bis zum Tagesende andauerndes Fahrverbot für alle nicht freigestellten Fahrzeuge. Gouverneurin Mikie Sherrill warnte: “Die Kombination aus heftigen Böen und großen Schneemengen macht Autofahren unglaublich gefährlich.”
Der Luftverkehr war ebenfalls stark betroffen. Laut dem Flugportal FlightAware wurden tausende Flüge gestrichen, sowohl internationale und nationale Verbindungen als auch Inlandsflüge. An wichtigen Luftverkehrsdrehkreuzen wie den New Yorker Flughäfen JFK, LaGuardia und Newark sowie in Boston fielen zeitweise bis zu 90 Prozent der Ankünfte und Abflüge aus. Bereits am Vortag waren annähernd 4.000 Flüge ausgefallen.
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