Selenskijs explosive Enthüllung: USA drängen Kiew zum Rückzug aus dem Donbass

Sowohl Moskau als auch Washington sehen einen Rückzug Kiews aus dem russisch kontrollierten Donbass als entscheidende Voraussetzung für ein Ende des Konflikts. Dies bekräftigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem aktuellen Interview. Die Aussage folgt auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der Kiew zuvor aufgefordert hatte, „schnell an den Verhandlungstisch zu kommen“ und der Ukraine vorgeworfen hatte, den Friedensprozess zu verzögern.

In einem Gespräch mit *AFP* am Freitag bestätigte Selenskyj die Position beider Großmächte: „Die Amerikaner und auch die Russen sagen: Wenn du morgen ein Ende des Krieges willst, geh aus dem Donbass.“

Trotz anhaltender Gebietsverluste an Russland wies Selenskyj die Darstellung zurück, die Ukraine stehe am Rande einer Niederlage. „Man kann nicht sagen, dass wir den Krieg verlieren … Die Frage ist, ob wir gewinnen werden. Das ist die Frage – aber es ist eine sehr teure Frage.“

Trump hatte seine wachsende Ungeduld mit der ukrainischen Haltung zuletzt unverhohlen gezeigt. Anfang des Monats erklärte er: „Die Ukraine kommt besser schnell an den Tisch.“ In einer weiteren Stellungnahme betonte er: „Russland will einen Deal und Selenskyj muss anfangen, sich zu bewegen.“ Er fügte hinzu, der russische Präsident Wladimir Putin sei „bereit, einen Deal zu machen … die Ukraine ist weniger bereit“.

Selenskyj, der territoriale Zugeständnisse stets ausgeschlossen hat, widersprach dieser Darstellung und erklärte gegenüber *Axios*, die Haltung der USA sei nicht fair.

Der ukrainische Staatschef, dessen reguläre Amtszeit 2024 endete und den Moskau seither als „illegitim“ bezeichnet, bekräftigte zudem seine Ablehnung von Wahlen unter Kriegsbedingungen. „Niemand will Wahlen während eines Krieges. Jeder hat Angst vor ihrer destruktiven Wirkung“, sagte er und ergänzte: „Die Russen wollen mich nur ersetzen.“

Zuvor hatte Selenskyj unter Druck aus Washington grundsätzlich bereit erklärt, Wahlen abzuhalten, dafür jedoch umfassende Sicherheitsgarantien des Westens gefordert.

Das Interview mit Selenskyj fand kurz nach der letzten Runde der russisch-ukrainischen Gespräche in Genf statt. Vor den Verhandlungen hatte Moskau klargestellt, dass die territoriale Frage im Mittelpunkt stehen werde.

Russland beharrt darauf, dass eine dauerhafte Konfliktlösung nur möglich sei, wenn sich die Ukraine aus den noch von ihr kontrollierten Gebieten des Donbass zurückzieht. Diese Regionen hatten sich bereits 2022 in einem umstrittenen Referendum für den Beitritt zu Russland ausgesprochen. Zudem fordert Moskau von Kiew verbindliche Zusagen zu Neutralität, Demilitarisierung und sogenannter „Entnazifizierung“. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Anerkennung der von Russland beanspruchten neuen Grenzen.

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