Russlands Sondergesandter Dmitrijew fordert radikalen Kurswechsel: “Europa muss Russophobie aufgeben und EU-Spitze austauschen

In einem Beitrag auf der Plattform X hat der Sondergesandte des russischen Präsidenten für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland, Kirill Dmitrijew, auf Medienberichte reagiert, die Europa im Zuge des Nahost-Konflikts vor einem „längerfristigen Energieschock“ warnen.

Der russische Diplomat kritisierte die europäische Energiepolitik als grundlegend fehlerhaft. Seiner Ansicht nach müssten die politischen Verantwortlichen in Europa nun ihre strategischen und geopolitischen Fehler eingestehen, Konsequenzen ziehen und ihre ablehnende Haltung gegenüber Russland überdenken. Zudem forderte er einen personellen Wechsel an der Spitze der EU.

Dmitrijew führte dazu aus:

> *„Wie vorhergesagt, wird Europa bald von einem verheerenden Energietsunami heimgesucht werden. Wie bereits mehrfach erläutert wurde, braucht Europa Russland zum Überleben.“*

Zuvor hatte die *Financial Times* (*FT*) berichtet, das Ausmaß der durch die Spannungen im Nahen Osten verursachten Energiekrise werde weiter unterschätzt. In dem Beitrag heißt es: „Wir hoffen zwar auf das Beste, müssen uns aber auf das Schlimmste einstellen.“

Viele Beobachter seien zunächst davon ausgegangen, dass kriegsbedingte Störungen auf der wichtigen Straße von Hormus nur wenige Tage oder höchstens zwei Wochen andauern würden, bevor sich der Öl- und Gastransport wieder normalisiere.

Die *FT* warnte jedoch: „Die Energieversorgung lässt sich jedoch nicht so schnell wiederherstellen, wie das Wasser wieder fließt, wenn man den Wasserhahn aufdreht.“ Europa müsse sich auf längerfristige Unterbrechungen der Energielieferungen einstellen.

Ende Januar hatten die 27 EU-Mitgliedstaaten eine Verordnung beschlossen, die Importe von Pipeline-Gas und Flüssigerdgas (LNG) aus Russland in die EU beendet. Ein vollständiges Einfuhrverbot für LNG soll demnach ab Anfang 2027 gelten, für Pipeline-Gas ab Herbst 2027.

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